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„Holofiction“ – Eine Reflexion über die Darstellung des Holocaust im Film

Film und Filmgespräch mit Regisseur Michal Kosakowski

In seinem experimentellen Dokumentarfilm hat Kosakowski mit Archivbildern aus mehr als 3.000 fiktionalen Filmwerken, die die Shoah thematisieren und weltweit entstanden sind, ein eigenes neues Werk montiert.

Zugleich ist HOLOFICTION (102 Min.) eine eindringliche künstlerische Bestandsaufnahme von seit Jahrzehnten wiederkehrenden Motiven und szenischen Narrativen, auf die Filmschaffende zurückgriffen, wenn sie den Massenmord an Jüdinnen und Juden zum Gegenstand einer fiktionalen Erzählung machten. Eingeschlagene Schaufensterscheiben, Menschen, die in LKW gedrängt, Waggontüren, die geschlossen werden, zurückgebliebene Koffer, Stacheldrahtzäune, Lederstiefel, Schäferhunde – das Ausmaß an fiktionalisiertem Bildmaterial über die NS-Zeit ist überwältigend. Der Holocaust und der Zweite Weltkrieg gehören zu den am häufigsten verfilmten Ereignissen der Weltgeschichte.

Regisseur Kosakowski erklärt in einem Statement, dass Ausgangspunkt seiner Arbeit an diesem Film eine Aussage des französischen Journalisten und Filmemachers Claude Lanzmann war: „Fiktion ist eine Übertretung. Ich bin der Überzeugung, dass bestimmte Dinge nicht dargestellt werden dürfen.“ (Lanzmann 1993 anlässlich der Veröffentlichung von „Schindlers Liste“).

Tickets buchbar unter:
https://www.casablanca-badsoden.de/show/3439175639

 

Datum:
14.04.2026
Uhrzeit:
19:00
Veranstaltungsort:
Kino CasaBlanca Bad Soden, Zum Quellenpark 2, 65812 Bad Soden am Taunus
Veranstalter:
Referat I/1 der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Kino CasaBlanca Art House Bad Soden und Projekt Zeitzeugen des Bistum Limburg