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Computergestützte interaktive Planspiele

Schon seit 1994/95 werden bei der HLZ die computergestützten Planspiele OEKOWI - jetzt Ecoland - und WIWAG eingesetzt. Hier wurden und werden sowohl Planspielseminare für hessische Schülerinnen und Schüler durchgeführt, als auch Spielleiterschulungen für hessische Lehrerinnen und Lehrer angeboten, in denen diese zu Spielleitern qualifiziert werden und die Planspiele dann eigenständig an ihren Schulen, z.B. in Projektwochen, einsetzen können.

WIWAG und OEKOWI/Ecoland wurden von der Ernst Schmidheiny Stiftung in der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen entwickelt und in den letzten Jahren gemeinsam mit der Joachim Herz Stiftung in Hamburg weiterentwickelt und modernisiert und können heute in der Webbasierten Version durchgeführt werden. Der Einsatz durch die HLZ findet in Zusammenarbeit und unter Nutzung der deutschlandweiten Lizenzen der Joachim Herz Stiftung in Hamburg statt.

WIWAG

WIWAG ist ein, betriebswirtschaftliches Lehrkonzept auf der Grundlage eines computergestützten Unternehmensplanspiels, das geeignet ist, betriebswirtschaftliche Grundlagenkenntnisse am Beispiel der Führung eines mittelgroßen Produktionsunternehmens zu vermitteln, indem dies „live“ erlebt wird.

Ziel von WIWAG ist es, die Teilnehmer zu befähigen, anhand eines ganzheitlichen Modells der Unternehmung und ihrer Umwelten Grundzusammenhänge der Unternehmensführung zu erkennen, im Rahmen eines Unternehmensplanspiels konkrete Entscheidungen aus verschiedenen Führungsbereichen einer Unternehmung zu treffen und damit Grundeinsichten in ausgewählten Bereichen des gesamtwirtschaftlichen Prozesses zu gewinnen.

Die modulare Struktur von WIWAG erlaubt es dem Kursleiter, die Komplexität progressiv zu steuern, ohne direkt in den Entscheidungsspielraum der Teilnehmer einzugreifen. So können Anreize für Entwicklungsprozesse geschaffen werden, die ihrerseits zu anspruchsvollen Aufgabenstellungen führen können, die gleichzeitig soziale oder ökologische Werthaltungskonflikte hervorrufen. Gleichzeitig fördert das Zusammenspiel der Teilnehmer Sozialkompe-tenzen wie Team- und Konfliktfähigkeit.

 

Ecoland

Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie so in Einklang zu bringen, dass sie sich gegenseitig fördern und nicht gefährden, ist DIE Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Seit dem Rio-Gipfel und insbesondere seit dem Kyoto-Protokoll wird weltweit diskutiert und nach Lösungen gesucht.

Ecoland ist ein Schulungskonzept, dass sich dieser Herausforderung annimmt. Auf der Grundlage einer computerunterstützten Simulation werden die Vernetzungen zwischen Volks- und Betriebswirtschaft, zwischen Staats- und Unternehmensführung, zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt aufgezeigt.

Ziel von Ecoland ist es, durch intensive Zusammenarbeit der verschiedenen Aktionsgruppen die Gesamtsituation in der vorgegebenen Ausgangslage im Modellstaat ECOLAND bezüglich Wohlstand und Wohlfahrt und Umwelt nachhaltig zu verbessern. Dabei werden Zielkonflikte der Staats- und Unternehmungsführung sowie der Gesellschaft bewusst angesprochen und es wird innerhalb sowie zwischen den Aktionsgruppen nach Lösungen gesucht.

Die Schülerinnen und Schüler übernehmen die Rollen von Unternehmen, Haushalten, Regierung und auch Medien, treffen Entscheidungen aus der Sichtweise ihrer jeweiligen Rollen und verhandeln im Parlament mit den anderen Gruppen z.B. über Gesetze.

Weitere Informationen

über die von Referat II/3 durchgeführten und unterstützten Planspiele Ecoland und WIWAG unter www.teacheconomy.de/planspiele/.

Literatur

  • OEKOWI963 KB

    Ein Systemtraining – Nachhaltige Ökologie in Wirtschaft und Staat. Flyer der Ernst-Schmidheiny-Stiftung

  • WIWAG476 KB

    Spielerisch Unternehmen Lenken. Planspiel für Schülerinnen und Schüler. Infobroschüre der Joachim Herz-Stiftung