Literatur und Politik: Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust
„Hitler will alle Juden Europas töten. [...] Lasst uns nicht wie Schafe zur Schlachtbank gehen!“, proklamierte der Student Abba Kovner 1941. Seine entschlossene Haltung wurde von Tausenden Jüdinnen und Juden im besetzten Europa geteilt. Sie alle begehrten auf gegen die nationalsozialistische Unterdrückung, die Schikanen und Vernichtungspläne eines menschenfeindlichen Regimes – ihre mutigen Aktionen blieben von Öffentlichkeit und Forschung jedoch lange unbeachtet. Stephan Lehnstaedt gibt mit seinem Buch erstmals einen Überblick über die verschiedenen Formen jüdischen Widerstands im NS-Staat und seinen Besatzungsgebieten. Er erzählt die Geschichten von Menschen, die auch im Angesicht des Todes für sich und andere einstanden: Sei es durch Sabotage, die Archivierung von Wissen, Fluchthilfe, Aufstände oder den Kampf mit der Waffe. Im Gespräch mit dem Historiker und Politologe Dr. Jörg Osterloh vom Fritz Bauer Institut berichtet er über seine Recherchen für das Buch und warum das Thema bisher wenig Beachtung gefunden hat.
Im Anschluss an das Gespräch besteht die Möglichkeit, Fragen an den Autor zu stellen und sich die Publikation signieren zu lassen. Vor und nach der Veranstaltung sind alle Gäste herzlich eingeladen, sich im Treffpunkt HLZ umzuschauen und das Publikationsangebot der HLZ zu durchstöbern.
- Datum:
- 19.03.2026
- Uhrzeit:
- 17:00
- Veranstaltungsort:
- Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Mainzer Str. 98-102, 65189 Wiesbaden, 3. OG
- Veranstalter:
- Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Referat II/1
- Kontaktperson:
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Anmeldungen per E-Mail an:
michael.david@hlz.hessen.de