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Literatur und Politik: Das deutsche Alibi. Mythos "Stauffenberg-Attentat" – wie der 20. Juli 1944 verklärt und politisch instrumentalisiert wird

Noch heute gilt der 20. Juli 1944 als „Aufstand des Gewissens“ einer kleinen Gruppe konservativer Militärs, dabei waren rund 200 Personen, ein breites Bündnis von Menschen aller sozialer Schichten und unterschiedlichster politischer Couleur, am sogenannten „Stauffenberg-Attentat“ beteiligt. Diese legendenhafte Überhöhung verstellt bis heute den Blick auf die Ereignisse und die gesellschaftliche Vielfalt der Verschwörung. Im Gespräch mit Moderator Thomas Altmeyer unternimmt die Journalistin Ruth Hoffmann eine umfassende und längst überfällige Dekonstruktion des Mythos „Stauffenberg-Attentat“ und zeichnet nach, wie der 20. Juli seit Gründung der Bundesrepublik politisch instrumentalisiert wird: mal um sich gegen die DDR abzusetzen und kommunistische Widerständler zu diffamieren; mal um Politikern, die mit dem NS-Regime kollaboriert hatten, eine Nähe zum Widerstand anzudichten; oder um die eigene Demokratiefeindlichkeit mit einem angeblichen Widerstandsgeist in der Tradition Stauffenbergs zu kaschieren.

Im Anschluss an das Gespräch besteht die Möglichkeit, Fragen an die Autorin zu stellen und sich die Publikation signieren zu lassen. Vor und nach der Veranstaltung sind alle Gäste herzlich eingeladen, sich im Treffpunkt HLZ umzuschauen und das Publikationsangebot der HLZ kennenzulernen.

Datum:
16.04.2026
Uhrzeit:
17:00
Veranstaltungsort:
Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Mainzer Str. 98-102, 65189 Wiesbaden
Veranstalter:
Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Referat II/1
Kontaktperson:
Anmeldungen per E-Mail an:
michael.david@hlz.hessen.de