Gefühlte Aufklärung? Politische Emotionen und die amerikanische Demokratie
Heike Paul (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
Über den Vortrag
Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung gilt gemeinhin als ein zentrales Dokument der Aufklärung, da es Naturrechte proklamiert, die Gleichheit aller Menschen behauptet und die Souveränität des Volkes fordert. Trotz ihrer rationalen Argumentation ist die »Declaration of Independence« auch ein emotional höchst aufgeladener Text – einige Emotionen werden explizit thematisiert, beispielsweise die vielzitierte »happiness«. In welchem Verhältnis stehen Rationalität und Emotionalität in diesem Gründungsdokument zueinander? Welche Rolle haben Gefühle seither in der amerikanischen Demokratiegeschichte gespielt und welche spielen sie heute? Der Vortrag wird diese Fragen aufgreifen und exemplarisch beantworten.
Über die Rednerin
Heike Paul ist Lehrstuhlinhaberin für Amerikanistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Zu ihren Veröffentlichungen zählen The Myths That Made America: An Introduction to American Studies (2014, open access) und Amerikanischer Staatsbürgersentimentalismus: Zur Lage der politischen Kultur der USA (2021). 2018 erhielt sie den Gottfried Wilhelm Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft; 2021 wurde ihr der Bayerische Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst verliehen.
Über die Reihe
Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 ist das Gründungsdokument der ersten modernen Demokratie. Mit Blick auf den 250. Jahrestag in 2026 beschäftigt sich die Reihe »Die ›Declaration of Independence‹ als lebendige Tradition, 1776 – 2026« mit deren Wirkungsgeschichte und Aktualität – gerade auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Entwicklungen in den USA. Die Reihe wird von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem John McCloy Transatlantic Forum und der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte veranstaltet. Weitere Informationen finden Sie im angehängten Plakat und unter folgendem Link.
Anmeldung
Zur besseren Disposition bitten wir um vorherige Anmeldung bis zum 19. Januar 2026 unter dieser Adresse: anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung.
Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen!
- Datum:
- 21.01.2026
- Uhrzeit:
- 19:00
- Veranstaltungsort:
- Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg
- Veranstalter:
- Hessischen Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem John McCloy Transatlantic Forum und der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte