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Der LernOrt Kalmenhof in Idstein

Öffentliche Informationsveranstaltung am Samstag, 10.09.2022 in Idstein, Stadthalle

Der Kalmenhof wurde im Jahr 1888 als Heilerziehungsanstalt von Frankfurter Bürgern jüdischer und christlicher Konfession gegründet mit dem Ziel, gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. Bis zur „Gleichschaltung“ im Jahr 1933 galt der Kalmenhof als „Leuchtturmprojekt“ überkonfessioneller Heilerziehungspflege weit über die Region hinaus. Mit der Ausschaltung des Trägervereins und Übernahme des Kalmenhofes durch den Bezirksverband Nassau wurde in der Einrichtung der Paradigmenwechsel hin zur NS-Ideologie in allen ihren menschenverachtenden und mörderischen Facetten vollzogen. Der Kalmenhof wurde zu einem Ort von Zwangssterilisation und systematischem Terror gegen die Schutzbefohlenen. Im Kalmenhof- Krankenhaus wurde eine „Kinderfachabteilung“ eingerichtet. Die Einrichtung war in das System der „Zwischenanstalten“ für die Tötungsanstalt Hadamar eingebunden. Die öffentliche Befassung mit diesem Aspekt der Regionalgeschichte wurde zu Beginn der 1980er Jahre durch bürgerschaftliches Engagement erzwungen. Nachdem im Jahr 2016 bekannt geworden war, dass das Kalmenhof-Krankenhaus veräußert werden soll, gründeten Mitglieder einer seit 2014 bestehenden Arbeitsgruppe den Verein „Gedenkort Kalmenhof e.V.“

Anmeldungsinformationen finden Sie im Informationsflyer.

Datum:
10.09.2022
Veranstaltungsort:
Stadthalle Idstein
Veranstalterin:
Eine Kooperationsveranstaltung des Referats I/1 der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein Gedenkort Kalmenhof e. V.