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Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen

In Hessen hat jüdisches Leben eine lange und starke Tradition und prägt in seiner Vielfalt das gesellschaftliche Miteinander. Ein zentrales Anliegen dieses Podcasts ist es, diese Vielfalt für ein breites Publikum aufzubereiten und darüber hinaus auch Bildungsmaterial für den Einsatz in der historisch-politischen Bildung an die Hand zu geben. Neue Zugänge und Inhalte sollen bisherige ergänzen, um zu zeigen, dass jüdisches Leben seit Jahrhunderten bis heute konstitutiver Bestandteil deutscher und speziell hessischer Geschichte und Gegenwart ist. Den inhaltlich-thematischen Einstieg einer jeden Folge bildet ein Einspieler mit hörspielartiger Charakteristik, auf dessen Grundlage die unterschiedlichen geladenen Studiogäste unter Moderation von Isabel Gathof interessante Aspekte jüdischen Lebens, Geschichte & Kultur Hessens mit Aktualitätsbezug diskutieren.

Folge #12: „Israelis in Hessen“

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch, Ann-Kathrin Rahlwes & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Eliya Kraus, Nir Rosenfeld
Einspieler: Ausschnitt aus dem „Homeland Concert“ in Caesarea, Israel; (Oktober 2023): „HaBaita“, Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=XyI2GPDDLWc
Ton-Aufnahme & -Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Intro- und Outro-Musik: Monet von Magnus Moone (SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: Felix Münch & Claudia Stul
P​​roduktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

Angebote, Feedback und Links
Alle Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de

Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an juedischesleben@hlz.hessen.de

Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten finden Sie hier:
https://israelicommunityeu.org/zusammen-frankfurt/
https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/jeder-hilft-jedem/
https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/eine-sabra-am-main/
https://nirrosenfeld.de
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/hasskommentare-und-weniger-umsatz/
https://www.ardmediathek.de/video/alles-ausser-kartoffeln-menschen-kueche-heimat/conflict-kitchen-nir-rosenfelds-traum-von-frieden-s01-e05/hr/MTg3ZTRlZjgtYjI1NC00YjQ2LWIyYTMtMjkzNzQ5OWIzNTk2
https://www.ardmediathek.de/video/morgenmagazin/antisemitismus-in-deutschland-familie-rosenfeld-zeigt-flagge/wdr/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL21vcmdlbm1hZ2F6aW4vMjJjMDE5OWMtYTRjMi00YjU5LWE1ZTYtNDQ1MTA1YjA1MmY1

Disclaimer
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(00:00:32) – musikalischer Einspieler „HaBaita“ – Homeland Concert Israel, Oktober 2023

(00:03:03) – Einordnung des Liedes, Überleitung zur Vorstellung der Gäste Eliya Kraus & Nir Rosenfeld

(00:04:18) –  Erläuterungen zum Lied durch Eliya Kraus, Bezug zu den Geiseln des 7. Oktobers 2023 und dem Heimatbegriff

(00:05:30) – Nir Rosenfeld über Frankfurt als neue Heimat, seine persönliche Geschichte, aber auch Gedanken an Rückkehr nach Israel aufgrund veränderten Sicherheitsgefühls

(00:09:55) – Eliya Kraus’ Weg nach Frankfurt 2019, Anschluss in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, 7. Oktober als Zäsur

(00:13:35) – Gründung von „Zusammen Frankfurt“ unter dem Dachverband der Israeli Community Europe in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt; Eliya als Community Managerin Frankfurts

(00:16:18) – Frage nach Bleiben oder Gehen; unterschiedliche Entscheidungen innerhalb der israelischen Community

(00:17:25) – Nirs persönliche Erfahrungen als israelischer Neuankömmling in Frankfurt

(00:18:48) – Nirs Herausforderungen als israelischer Gastronom seit dem 7. Oktober: Boykottaufrufe, öffentliche Anfeindungen

(00:21:49) – Nirs Tierrechtsaktivismus; Veränderungen des gesellschaftspolitischen Klimas

(00:24:03) – Solidarität und Unterstützung aus nichtjüdischem Umfeld

(00:25:49) – Bedeutung Israels als sicherer Hafen für jüdische Menschen; Sicherheitsrisiko für jüdische Menschen in Europa und Deutschland, Islamismus als Bedrohung

(00:30:35) – Was vermissen die Studiogäste aus Israel? Familie, Essen, Sprache, Kultur

(00:32:08) – Frage nach der israelischen Mentalität: Gemeinschaft, Offenheit, Resilienz

(00:34:13) – Bewusstsein für jüdische Identität von Geburt an, Verbindung zu Land und Geschichte, überlebenswichtige Solidarität

(00:35:38) – Nirs prägende Zeit beim Militärdienst in Israel

(00:36:39) – Sichtbarkeit, Auslandsreisen und Sicherheitsstrategien von Israelis im Alltag

(00:37:29) – Nirs persönliche Erfahrungen in Amsterdam 2024: Hatz auf Juden nach dem Fußballspiel glich einem Pogrom

(00:39:15) – Erwartungen an Politik und Zivilgesellschaft: hartes Vorgehen gegen Judenhass, mehr Antisemitismusprävention, mehr gesamtgesellschaftliche Verantwortung, wichtige Bedeutung von Bildungsarbeit

(00:40:55) – Eliya fordert verpflichtende Besuche von KZ-Gedenkstätten für Schülerinnen und Schüler Hessens

(00:42:38) – Antisemitismus im Wandel, Antizionismus auf dem Vormarsch; Grenzen der Meinungsfreiheit

(00:44:08) – Nirs Abschied von Hessen ist noch ungewiss, er hofft auf gesellschaftlichen Wandel

(00:46:15) – Eliya wünscht allen Menschen Frieden

(00:46:52) – persönliche Schlussworte, Dank, Abmoderation

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander. 

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Auf das – gemeinsam mit der promovierten Oppenheim-Expertin Dr. Esther Graf geschriebene – Buch über den „Maler der Rothschild und Rothschild der Maler“ folgte „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ – ein in der Bildungsmedienlandschaft bislang einzigartiges Projekt, das einem jungen Publikum das spannende Zeitalter der jüdischen Emanzipation vermittelt und damit die Kenntnisse deutsch-jüdischer Geschichte über das Opfernarrativ hinaus erweitert und in Zusammenarbeit mit dem beliebten TV-Moderator Eric Mayer entstanden ist.

Zuletzt realisierte Isabel Gathof in Co-Produktion mit der naked eye film (München/Berlin) „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, einen abendfüllenden Kinodokumentarfilm über die letzten NS-Prozesse in Deutschland; sowie im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben² von 1945 bis heute“.

Mit der anlässlich des 225. Geburtstagsjubiläums Moritz Daniel Oppenheims veröffentlichten App „M. D. Oppenheim macht Schule“ können Schülerinnen & Schüler mit ihrem Smartphone auf Spurensuche nach der jüdischen Emanzipation gehen und in Oppenheims Heimatstadt Hanau deutsch-jüdische Geschichte digital sowie vor Ort erleben. Darüber hinaus entwickelte sie bereits 2022 gemeinsam mit der Hohen Landesschule Hanau und einem Expertenteam aus Israel ein „Augmented Reality“-Projekt, das eng mit M. D. Oppenheim verbundene, historische Orte auf dem Smartphone virtuell wieder auferstehen lässt.


Links zu Projekten von Isabel Gathof:
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://apps.apple.com/de/app/m-d-oppenheim-macht-schule/id6711342408?platform=iphone
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.eurokey.entdeckerwelten.mdoppenheimmachtschule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule
https://hessen.edupool.de/?record=hessen-LA202330021&src=online&standort=15
https://eurokey.de/softwareentwicklung/projekte/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule/
https://eurokey.de/2023/09/21/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule-in-allen-hessischen-schulen/
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.facebook.com/OppenheimFILM/
https://www.realfictionfilme.de/moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.juedisches-europa.net/startseite/bald-im-kino-moritz-daniel-oppenheim/
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_ juedisches_leben_von_1945_bis_heute
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html

Eliya Kraus wurde in Israel geboren und wuchs in Jerusalem auf. Seit 2018 lebt sie in Frankfurt, wo sie Zusammen Frankfurt leitet – ein Gemeinschaftsprojekt in Kooperation mit ICE – Israeli Community Europe und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt. Die Initiative besteht seit 2023 und bietet Israelis in Frankfurt einen sicheren Raum für Austausch, Gemeinschaft und das Feiern ihrer Feiertage.

Seit dem 7. Oktober 2023 hat Eliya im Rahmen ihrer Tätigkeit die Community-Arbeit deutlich erweitert und engagiert sich gemeinsam mit verschiedenen Organisationen für die Sichtbarkeit israelischer Stimmen, die Solidarität mit den Familien der Geiseln, die Unterstützung der Rückkehrerinnen und Rückkehrer, die Stärkung der Verbindung zu Israel sowie den Kampf gegen Antisemitismus.

https://israelicommunityeu.org/zusammen-frankfurt/
https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/jeder-hilft-jedem/
https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/eine-sabra-am-main/

Nir Rosenfeldist veganer Gastronom und Tierrechtsaktivist aus Frankfurt am Main. Geboren in Israel, lebt er seit 2003 in Deutschland. Er betreibt sechs vegane Restaurants in Frankfurt am Main, zwei Foodtrucks sowie eine große Produktionsküche, Food supply und Catering. In seiner Arbeit verbindet er Gastronomie mit gesellschaftlicher Verantwortung und setzt sich konsequent für Tierwohl, Nachhaltigkeit und eine pflanzenbasierte Esskultur ein. Seine gastronomischen Projekte versteht er als Orte des Genusses, des Dialogs und des Bewusstseinswandels. Ziel seiner Arbeit ist es, über Essen hinaus Impulse für einen ethischeren und verantwortungsvolleren Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt zu schaffen. Zusätzlich zu seiner Arbeit als Gastronom und Tierrechtsaktivist engagiert er sich stark für bedürftige Menschen – sowohl in Frankfurt als auch andernorts. In den letzten Jahren, insbesondere seit dem 7. Oktober 2023, setzt er sich zudem nach Kräften dafür ein, an der Seite des Staates Israel zu stehen, ihn zu unterstützen und aktiv gegen Antisemitismus in Deutschland einzutreten.

https://nirrosenfeld.de
https://www.ardmediathek.de/video/alles-ausser-kartoffeln-menschen-kueche-heimat/conflict-kitchen-nir-rosenfelds-traum-von-frieden-s01-e05/hr/MTg3ZTRlZjgtYjI1NC00YjQ2LWIyYTMtMjkzNzQ5OWIzNTk2
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/hasskommentare-und-weniger-umsatz/
https://www.ardmediathek.de/video/morgenmagazin/antisemitismus-in-deutschland-familie-rosenfeld-zeigt-flagge/wdr/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL21 vcmdlbm1hZ2F6aW4vMjJjMDE5OWMtYTRjMi00YjU5LWE1ZTYtNDQ1 MTA1YjA1MmY1

Das Material wird in Kürze veröffentlicht.

In dieser Podcastfolge stehen die persönlichen Erfahrungen von Eliya Kraus und Nir Rosenfeld im Mittelpunkt, die als Israelis seit mehreren Jahren in Hessen leben. Auftakt des Gesprächs mit Moderatorin Isabel Gathof bildet der musikalische Einspieler „HaBaita“ („zuhause“ bzw. „nach Hause“ – auf hebräisch), der als Appell nach dem 7. Oktober 2023, die Geiseln zurück nach Hause zu bringen, gleichzeitig zu einem Symbol für Zusammenhalt, Hoffnung und der Sehnsucht nach „Zuhause“ geworden ist. Von dort aus entfaltet sich ein vielschichtiges Gespräch über Identität, Zugehörigkeit und die Bedeutung von Heimat in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Umbrüche.

Die beiden Studiogäste schildern ihre individuellen Wege nach Frankfurt, ihre familiären und beruflichen Entscheidungen sowie ihre Erfahrungen innerhalb der jüdischen und israelischen Community in Hessen. Thematisiert werden sowohl gelungene Integrationsprozesse und der Aufbau geschützter Gemeinschaftsräume als auch die spürbaren Veränderungen seit dem 7. Oktober 2023, insbesondere im Hinblick auf Antisemitismus, Sicherheit und gesellschaftliches Klima.

Darüber hinaus gibt die Episode Einblicke in die israelische Kultur und Mentalität, die durch starke Gemeinschaftsbindung, Offenheit und historische Prägung gekennzeichnet ist. Zugleich wird der Blick nach vorne gerichtet: Welche Erwartungen richten Israelis in Hessen an Politik, Zivilgesellschaft und Bildung? Und unter welchen Bedingungen kann Hessen für jüdisches und israelisches Leben ein dauerhaftes Zuhause sein?

Diese Episode ist mehr als ein politisches Gespräch: Sie ist ein eindrucksvolles Porträt israelischen Lebens in Hessen, voller Emotionen, ehrlicher Worte und persönlicher Einblicke.

Folge 11: „Synagogen in Hessen – Das Gedenkbuch-Projekt und virtuelle Rekonstruktionen“

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch, Ann-Kathrin Rahlwes & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Stefanie Nathow, Dr. Marc Grellert
Einspieler: Ausschnitt aus dem Interview von Felicitas Gürsching mit dem gebürtigen Frankfurter Yehuda Ariel (geb. Oppenheimer) aus dem Jahre 1990 – Tondatei bereitgestellt vom Historischen Museum Frankfurt
Ton-Aufnahme & -Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Intro- und Outro-Musik: Monet von Magnus Moone (SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: Felix Münch & Claudia Stul
Produktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

Angebote, Feedback und Links
Alle Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de

Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an juedischesleben@hlz.hessen.de

Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten finden Sie hier:
https://buber-rosenzweig-institut.de/projekte/forschungsprojekt-synagogen-gedenkband-hessen/
https://www.uni-frankfurt.de/103772691/07_Vogt_Wiese_Synagogen_Gedenkbuch_Hessen.pdf
http://www.architectura-virtualis.de
https://www.uni-frankfurt.de/148654885/ContentPage_148654885

Disclaimer
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(00:00:32) – Zusammenschnitt aus dem Interview mit dem Zeitzeugen Yehuda Ariel (1990)

(00:03:31) – Erläuterung des Einspielers, Anmoderation und Vorstellung der Studiogäste

(00:05:15) – Kooperationsprojekt „Synagogen-Gedenkbuch“

(00:07:06) – Die virtuell rekonstruierten Synagogen: Dieburg, Alsfeld, Burghaun

(00:09:44) – Wie kam es zur Kooperation der beiden vorgestellten Projekte

(00:15:42) – Zur Bedeutung von Zeitzeugen und ihre Erinnerungen an
                    zerstörte Synagogen

(00:17:02) – Die Dauerausstellung im Hochbunker Friedberger Anlage

(00:17:50) – Welche Quellen finden Verwendung?

(00:22:04) –  Synagogen spiegeln das jüdische Selbstverständnis der jeweiligen Zeit
                    wider

(00:24:07) – Was kann man von virtuell rekonstruierten Synagogen erfahren?

(00:25:31) – Moritz Daniel Oppenheims Gemälde „Der Segen des Rabbi“

(00:26:39) –  Erinnerung an unsichtbare Orte – wie wird die Erinnerung lebendig gehalten?

(00:27:22) – Wie man virtuelle Rekonstruktionen nutzbar machen kann

(00:29:16) – Perspektiven auf jüdisches Leben weiten

(00:30:35) –  Wie interessierte Lehrkräfte vorgehen sollen; Kontaktmöglichkeiten

(00:31:32) –  weitere Pläne und Zukunftswünsche; Datenbank: Synagogen-Internet-Archiv,
                    neuer Webauftritt zum 9. November: www.virtuelle-synagogen.de

(00:36:03) –  Abmoderation

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander. 

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Auf das – gemeinsam mit der promovierten Oppenheim-Expertin Dr. Esther Graf geschriebene – Buch über den „Maler der Rothschild und Rothschild der Maler“ folgte „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ – ein in der Bildungsmedienlandschaft bislang einzigartiges Projekt, das einem jungen Publikum das spannende Zeitalter der jüdischen Emanzipation vermittelt und damit die Kenntnisse deutsch-jüdischer Geschichte über das Opfernarrativ hinaus erweitert und in Zusammenarbeit mit dem beliebten TV-Moderator Eric Mayer entstanden ist.

Zuletzt realisierte Isabel Gathof in Co-Produktion mit der naked eye film (München/Berlin) „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, einen abendfüllenden Kinodokumentarfilm über die letzten NS-Prozesse in Deutschland; sowie im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben² von 1945 bis heute“.

Mit der anlässlich des 225. Geburtstagsjubiläums Moritz Daniel Oppenheims veröffentlichten App „M. D. Oppenheim macht Schule“ können Schülerinnen & Schüler mit ihrem Smartphone auf Spurensuche nach der jüdischen Emanzipation gehen und in Oppenheims Heimatstadt Hanau deutsch-jüdische Geschichte digital sowie vor Ort erleben. Darüber hinaus entwickelte sie bereits 2022 gemeinsam mit der Hohen Landesschule Hanau und einem Expertenteam aus Israel ein „Augmented Reality“-Projekt, das eng mit M. D. Oppenheim verbundene, historische Orte auf dem Smartphone virtuell wieder auferstehen lässt.


Links zu Projekten von Isabel Gathof:
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://apps.apple.com/de/app/m-d-oppenheim-macht-schule/id6711342408?platform=iphone
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.eurokey.entdeckerwelten.mdoppenheimmachtschule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule
https://hessen.edupool.de/?record=hessen-LA202330021&src=online&standort=15
https://eurokey.de/softwareentwicklung/projekte/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule/
https://eurokey.de/2023/09/21/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule-in-allen-hessischen-schulen/
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.facebook.com/OppenheimFILM/
https://www.realfictionfilme.de/moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.juedisches-europa.net/startseite/bald-im-kino-moritz-daniel-oppenheim/
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_ juedisches_leben_von_1945_bis_heute
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html

Stefanie Nathow ist wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dort u. a. für die Entwicklung didaktischer Materialien zuständig. Nach ihrem Studium der Geschichte, Judaistik und Germanistik sowie Forschungsaufenthalten in Israel arbeitete sie für verschiedene Berliner Museen und Gedenkstätten in den Bereichen jüdische Geschichte und Nationalsozialismus und hat zuletzt die Bildungsarbeit im Museum Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum aufgebaut und geleitet.

Das Projekt „Zerbrechliche Nachbarschaft“ erforscht die um 1930 bestehenden hessischen jüdischen Gemeinden in ihrer großen Vielfalt, erinnert aber auch an ihre stetige Bedrohung durch Judenfeindschaft und Antisemitismus. Es wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen sowie der evangelischen und katholischen Kirchen Hessens finanziert.

Zu den jährlich stattfindenden Konferenzen sind bereits drei Sammelbände erschienen, der erste Teilband des Projekts wird im November 2025 vorgestellt. Didaktische Materialien sind bislang zu Synagogen als Orten des außerschulischen Lernens und zu jüdischen Jugendlichen in Hessen im Nationalsozialismus entstanden.
Für Schulprojekte werden Beratungen und wissenschaftliche Begleitung angeboten, ebenso Lehrkräftefortbildungen zu Themen jüdischer Religion, Kultur und Geschichte in Hessen.

Kontakt: s.nathow@em.uni-frankfurt.de

Projekt „Zerbrechliche Nachbarschaft“: https://www.uni-frankfurt.de/ 77479113/Zerbrechliche_Nachbarschaft__Gedenkbuch_der_Synagogen _und_j%C3%BCdischen_Gemeinden_in_Hessen

Didaktische Materialien

zusammen mit Anke Kaloudis in den RPI-Impulsen 2/2023: Synagogen: Orte religiösen Lebens und Orte der Erinnerung; Material für Sek I und II: https://www.rpi-ekkw-ekhn.de/fileadmin/templates/rpi/normal/ material/rpiimpulse/2023/heft02/Material/Sek1_Kaloudis-Nathow/ FD-2-23-Synagogen-Kal-Nathow-M_gesamt.pdf

Differenzierungsmaterial von Birgitt Neukirch: https://www.rpi-ekkw-ekhn.de/ fileadmin/templates/rpi/normal/material/rpiimpulse/2023/heft02/ Material/Sek1_Kaloudis-Nathow/FD-2-23-Synagogen-Kaloudis-Nathow-Differenzierung.pdf

zusammen mit Nadine Docktor: Jüdische Jugendliche im nationalsozialistischen Deutschland vor dem Holocaust. Ein Unterrichtsmodul mit Videointerviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Frankfurt am Main 2024: https://www.fritz-bauer-institut.de/fileadmin/editorial/publikationen/paedagogik/unterrichtsmodule/UM-06_Zeitzeugen.pdf

Jahreskonferenz des Projekts 2025: https://www.uni-frankfurt.de/179668591/Programm_Landjudentum.pdf

Dr.-Ing. Marc Grellert lehrt am Fachgebiet Digitales Gestalten der TU Darmstadt, leitet dort den Forschungsbereich „Digitale Rekonstruktionen“ und ist Mitbegründer der Firma „Architectura Virtualis“. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind virtuelle Rekonstruktionen und Simulationen von Architektur, Wissensvermittlung mit Hilfe digitaler Medien sowie Entwicklung und Realisierung von Installationen und Exponaten für Ausstellungen. Er studierte Architektur an der TU Darmstadt und promovierte 2007 über die Potentiale digitaler Technologien für das Erinnern zerstörter Architektur.

Marc Grellert leitete zahlreiche nationale und internationale Forschungsprojekte im Kontext der Rekonstruktion, Simulation und Visualisierung historischer Bauwerke und Stadtanlagen, u. a. der Vatikanische Palast zur Zeit der Hochrenaissance, das Berliner Schloss, der Moskauer Kreml, Kaisergräber von Xi’an (China), die Bau- und Entwurfsgeschichte des Petersdoms, die Tempelanlagen der Khmer in Kambodscha, Ephesos (Türkei), das Dresdener Residenzschloss, der Londoner Kristallpalast von 1851 und die virtuelle Baugeschichte des Florentiner Doms. 

1994 initiierte Marc Grellert die virtuellen Rekonstruktionen von Synagogen, die in der NS-Zeit zerstört worden sind. Über 50 Synagogen sind seitdem in Darmstadt rekonstruiert worden bzw. werden zurzeit rekonstruiert.

Weitere Forschungsschwerpunkte sind Virtual Reality und die Frage der Dokumentation von Entscheidungsprozessen bei virtuellen Rekonstruktionen. Hierzu startete 2022 das gemeinsam mit Kollegen aus Darmstadt und Dresden beantragte DFG-Projekt IDOVIR - Infrastruktur zur Dokumentation Virtueller Rekonstruktionen. 

Linkliste:
https://www.dg.architektur.tu-darmstadt.de/forschung_ddu/index.de.jsp
www.architectura-virtualis.de
Idovir.com
https://virtuelle-synagogen.de/

Das Material wird in Kürze veröffentlicht.

Ein seltener Zeitzeugenbericht über das innere Erscheinungsbild der heute komplett zerstörten Synagoge an der Friedberger Anlage eröffnet Podcast-Folge 11: Anfang der 1930er Jahre prägten noch rund 400 Synagogen das Bild Hessens – darunter prachtvolle Bauten in Städten wie Frankfurt und Kassel – ebenso wie schlichte Beträume in kleinen Dörfern. Sie erzählten von der Vielfalt jüdischen Lebens, von Verwurzelung und kulturellem Reichtum. Doch kaum eine überstand die nationalsozialistische Gewaltherrschaft unversehrt. Heute verfügen hessenweit nur noch 16 Synagogen über ein aktives Gemeindeleben. Im Gespräch mit Dr. Stefanie Nathow und Dr. Marc Grellert– die über ihre Arbeit im Rahmen des Kooperationsprojekts der Goethe Universität Frankfurt & der Technischen Universität Darmstadt zum Synagogen-Gedenkbuch Hessen berichten – wird deutlich, wie akribische historische Forschung und virtuelle Rekonstruktionen sich ergänzen: Aus alten Fotografien, Archivalien und Erinnerungen entstehen virtuelle Räume, die teils aus dem Stadtbild gänzlich verschwundene Synagogen wieder erlebbar machen. Das Projekt „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ will dieses Erbe bewahren.

Ein Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Gedenken und Lernen. Virtuelle Realität öffnet hier nicht nur Türen zu zerstörten Bauten, sondern zu Geschichten von Vielfalt, Verlust und Erneuerung jüdischen Lebens in Hessen.

Folge 10: „Makkabi & die jüdische Eintracht“

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch, Ann-Kathrin Rahlwes & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Alon Meyer, Matthias Thoma
Einspieler: Ausschnitt aus der Maccabiah Hymne: „Maccabi Chai“ 
(Quelle: https://www.facebook.com/watch/?v=1633284806695256)
sowie Ausschnitt aus der Eintracht-Doku „Emotionen, Titel, Vielfalt: 125 Jahre im Herzen von Europa“
(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=8iwwHzJgn7c)                        
Ton-Aufnahme & -Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Intro- und Outro-Musik: Monet von Magnus Moone (SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: Felix Münch & Claudia Stul
Produktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

Angebote, Feedback und Links
Alle Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de

Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben sie uns eine E-Mail an juedischesleben@hlz.hessen.de

Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten finden Sie hier:

https://www.facebook.com/watch/?v=1633284806695256
https://www.youtube.com/watch?v=8iwwHzJgn7c
https://makkabi.de/
https://makkabi-frankfurt.de/
https://zusammen1.de/
https://www.instagram.com/makkabi.deutschland/?hl=de
https://www.instagram.com/makkabifrankfurt/
https://www.facebook.com/MakkabiDeutschland/
https://www.facebook.com/makkabifrankfurt/
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/tus-makkabi-frankfurt-endlich-wieder-eine-eigene-sportanlage-110646614.html
https://www.zeit.de/zett/politik/2019-10/halt-die-fresse-so-wird-poebler-waehrend-halle-schweigeminute-weggebuht
https://www.dosb.de/aktuelles/news/detail/makkabi-deutschland-prangert-fortlaufende-welle-antisemitischer-attacken-im-sport-an
https://www.dosb.de/aktuelles/news/detail/antisemitische-vorfaelle-im-sport-melden
https://www.zdfheute.de/sport/antisemitismus-sport-juedische-vereine-100.html
https://www.tagesspiegel.de/berlin/judische-spieler-beleidigt-bespuckt-und-mit-messern-und-stocken-verfolgt-antisemitische-angriffe-auf-jugendmannschaft-von-makkabi-berlin-12671066.html
https://museum.eintracht.de/
https://museum.eintracht.de/museumserlebnis/fuehrungen-angebote/
https://museum.eintracht.de/chronik/
https://museum.eintracht.de/projekt-50-eintrachtler/
https://www.fr.de/frankfurt/eintracht-frankfurt-museum-leiter-thoma-wahrheiten-vergangenheit-sge-91122987.html
https://www.faz.net/aktuell/sport/rhein-main-sport/eintracht-frankfurt/gastbeitrag-von-eintracht-museumsleiter-ueber-rudolf-gramlich-16602424.html
https://hausamdom-frankfurt.de/news/2024/von-ausgrenzung-und-eintracht-sonnys-geschichte
www.fussballmuseen.de
https://www.youtube.com/watch?v=Rc5DtzBMc2s
https://www.kicker.de/das_vermaechtnis_von_fussball_pionier_walther_bensemann-779612/artikel
https://www.buchenwald.de/geschichte/themen/dossiers/fussball/julius-jule-lehmann
https://www.eintracht-archiv.de/buecher/juddebube.html

Disclaimer
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(00:00:32) – Einspieler: Ausschnitt aus der Maccabiah Hymne: „Maccabi Chai“ sowie aus der Eintracht-Doku „Emotionen, Titel, Vielfalt: 125 Jahre Im Herzen von Europa“                 

(00:02:02) – Anmoderation und Vorstellung der Studiogäste Alon Meyer & Matthias Thoma

(00:02:44) – Beginn der Makkabi-Geschichte in Deutschland anno 1898 / Hintergründe

(00:03:44) –  Idee des „Muskel-Juden“

(00:04:32) –  Gründung von Makkabi Frankfurt / vier verschiedene Phasen

(00:05:58) –  60-jähriges Gründungsjubiläum von Makkabi Frankfurt – größter Ortsverein Deutschlands

(00:05:58) –  15-20 % jüdische Mitglieder, mehr als 20 % muslimische Vereinsmitglieder, 60-70 % Christen bei Makkabi Frankfurt – gelebte Vielfalt

(00:05:58) – Was verbirgt sich hinter „Makkabi“? – Verbindung zum Chanukkahfest

(00:05:58) –  Was macht die Eintracht „jüdisch“?

(00:10:50) – Jüdische Sponsoren / Ursprung der „Schlappekicker“

(00:12:30) –  Erinnerungskultur bei der Eintracht / Julius Lehmann

(00:13:15) –  Jüdischer Sportpionier Walter Bensemann – Gründer des Kicker Magazins

(00:13:43) –  „Süddeutsche Erklärung“ / Ausschluss jüdischer Spieler

(00:14:42) –  Begegnungen zwischen Makkabi und der Eintracht nach dem Zweiten Weltkrieg

(00:15:21) –  István Sztani – Deutscher Meister 1959, späterer Spieler bei Makkabi

(00:16:15) –  Peter Fischer – Ehrenpräsident / Kämpfer gegen Antisemitismus bei der Eintracht

(00:20:15) – Konfrontation mit der Vergangenheit / Auseinandersetzung mit Rassismus in den 1980er/90er Jahren

(00:21:45) – Auseinandersetzung mit der Vereinsgeschichte beim DFB in den 2000er Jahren / Warum Erinnerungsarbeit wichtig ist

(00:22:41) – Das Eintracht Museum als Folge der Erinnerungsarbeit / Workshops zum Thema „Sport im Nationalsozialismus“

(00:24:19) – Vereine, die ihre NS-Vergangenheit nicht aufarbeiten, heute eher Ausnahme

(00:24:30) – Vergessene/verstoßene Vereinsmitglieder werden in Vereinsfamilie zurückgeholt

(00:24:49) – Verantwortliche benennen / Recherche mit dem Fritz Bauer Institut zu den Vereinspräsidenten (Aberkennung der Ehrenpräsidentenwürde von Rudi Gramlich)

(00:26:38) –  Helmut „Sonny“ Sonneberg – Eintracht-Fan der ersten Stunde, einst von den Nazis deportiert – wichtiger Zeitzeuge bei der Eintracht (verstorben 2023)

(00:30:25) –  Positive Begeisterung mithilfe des Sports für die demokratische Werteordnung

(00:30:49) – Werte-Initiativen bei Makkabi – Beispiel „Zusammen1“

(00:31:39) –  Antisemitismus gegenüber Makkabi-Vereinsmitgliedern – und der Umgang damit / Gegenmaßnahmen

(00:35:25) –  Emotionen als Chance zur Wertevermittlung   

(00:38:48) – Schlussworte, Zukunftswünsche und Abmoderation

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander. 

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Auf das – gemeinsam mit der promovierten Oppenheim-Expertin Dr. Esther Graf geschriebene – Buch über den „Maler der Rothschild und Rothschild der Maler“ folgte „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ – ein in der Bildungsmedienlandschaft bislang einzigartiges Projekt, das einem jungen Publikum das spannende Zeitalter der jüdischen Emanzipation vermittelt und damit die Kenntnisse deutsch-jüdischer Geschichte über das Opfernarrativ hinaus erweitert und in Zusammenarbeit mit dem beliebten TV-Moderator Eric Mayer entstanden ist.

Zuletzt realisierte Isabel Gathof in Co-Produktion mit der naked eye film (München/Berlin) „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, einen abendfüllenden Kinodokumentarfilm über die letzten NS-Prozesse in Deutschland; sowie im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben² von 1945 bis heute“.

Mit der anlässlich des 225. Geburtstagsjubiläums Moritz Daniel Oppenheims veröffentlichten App „M. D. Oppenheim macht Schule“ können Schülerinnen & Schüler mit ihrem Smartphone auf Spurensuche nach der jüdischen Emanzipation gehen und in Oppenheims Heimatstadt Hanau deutsch-jüdische Geschichte digital sowie vor Ort erleben. Darüber hinaus entwickelte sie bereits 2022 gemeinsam mit der Hohen Landesschule Hanau und einem Expertenteam aus Israel ein „Augmented Reality“-Projekt, das eng mit M. D. Oppenheim verbundene, historische Orte auf dem Smartphone virtuell wieder auferstehen lässt.


Links zu Projekten von Isabel Gathof:
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://apps.apple.com/de/app/m-d-oppenheim-macht-schule/id6711342408?platform=iphone
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.eurokey.entdeckerwelten.mdoppenheimmachtschule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule
https://hessen.edupool.de/?record=hessen-LA202330021&src=online&standort=15
https://eurokey.de/softwareentwicklung/projekte/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule/
https://eurokey.de/2023/09/21/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule-in-allen-hessischen-schulen/
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.facebook.com/OppenheimFILM/
https://www.realfictionfilme.de/moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.juedisches-europa.net/startseite/bald-im-kino-moritz-daniel-oppenheim/
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_ juedisches_leben_von_1945_bis_heute
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html

Matthias Thoma lebt in Hofheim am Taunus. Seit 2007 leitet er das Eintracht Frankfurt Museum im Deutsche Bank Park. Im Museum wird die Geschichte der Frankfurter Eintracht, aber auch der Sportstadt Frankfurt präsentiert. Das Museum ist ein beliebter außerschulischer Lernort, das Team des Museums bietet ein breites museumspädagogisches Angebot. Zu den meistgefragten Angeboten gehört der Workshop „Schlappekicker und Juddebube“, der sich mit dem Vereinsleben im Nationalsozialismus beschäftigt. Matthias Thoma ist Autor zahlreicher Bücher zur Vereinsgeschichte, unter anderem „Wir waren die Juddebube – Eintracht Frankfurt im Nationalsozialismus“ und „Sonnys Geschichte – von Ausgrenzung und Eintracht“. Das Eintracht Frankfurt Museum wurde 2021 vom DFB mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet.


Linksammlung:
https://museum.eintracht.de/
https://museum.eintracht.de/museumserlebnis/fuehrungen-angebote/
https://museum.eintracht.de/chronik/
https://museum.eintracht.de/projekt-50-eintrachtler/
https://www.fr.de/frankfurt/eintracht-frankfurt-museum-leiter-thoma-wahrheiten-vergangenheit-sge-91122987.html
https://www.faz.net/aktuell/sport/rhein-main-sport/eintracht-frankfurt/gastbeitrag-von-eintracht-museumsleiter-ueber-rudolf-gramlich-16602424.html
https://hausamdom-frankfurt.de/news/2024/von-ausgrenzung-und-eintracht-sonnys-geschichte
www.fussballmuseen.de
https://www.youtube.com/watch?v=Rc5DtzBMc2s

Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität. Seit 1991 ist Alon Meyer Mitglied des Vorstands bei TuS Makkabi Frankfurt. Von 2001 - 2005 engagierte er sich als Auswahltrainer der jüdischen Jugendnationalmannschaft. Seit 2004 ist er Mitglied des Gemeinderates der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main. 2007 wurde er zum Präsidenten von TuS Makkabi Frankfurt e. V. gewählt, von 2009 - 2011 folgte das Amt des Vizepräsidenten und seit 2013 das des Präsidenten von MAKKABI Deutschland e. V. Seit 2015 ist er zudem Delegierter zur Ratstagung des Zentralrates der Juden in Deutschland und seit 2018 Mitglied der Exekutive von Maccabi World Union. Alon Meyer setzt sich in seiner Vereinsarbeit und in der Öffentlichkeit für die Bekämpfung von Antisemitismus und Ausgrenzung ein. Infolge zunehmender antisemitischer Angriffe auf den Fußballverein nach dem Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 forderte er von Politik, Sport und Gesellschaft ein hartes Vorgehen gegen die Unterstützer des Angriffs auf Israel und ein Einstehen für das demokratische Wertesystem.

 

Linksammlung:
https://makkabi.de/
https://makkabi-frankfurt.de/
https://zusammen1.de/
https://www.instagram.com/makkabi.deutschland/?hl=de
https://www.instagram.com/makkabifrankfurt/
https://www.facebook.com/MakkabiDeutschland/
https://www.facebook.com/makkabifrankfurt/
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/tus-makkabi-frankfurt-endlich-wieder-eine-eigene-sportanlage-110646614.html
https://www.dosb.de/aktuelles/news/detail/makkabi-deutschland-prangert-fortlaufende-welle-antisemitischer-attacken-im-sport-an
https://www.dosb.de/aktuelles/news/detail/antisemitische-vorfaelle-im-sport-melden
https://www.zdfheute.de/sport/antisemitismus-sport-juedische-vereine-100.html
https://www.tagesspiegel.de/berlin/judische-spieler-beleidigt-bespuckt-und-mit-messern-und-stocken-verfolgt-antisemitische-angriffe-auf-jugendmannschaft-von-makkabi-berlin-12671066.html

Das Material wird in Kürze veröffentlicht.

Was macht Eintracht Frankfurt eigentlich „jüdisch“ und welche Geschichte verbirgt sich hinter Makkabi, dem jüdischen Sportverein? Diese und weitere Fragen beleuchtet Moderatorin Isabel Gathof in der 10. Folge des Podcasts zu „Jüdischem Leben, Geschichte & Kultur in Hessen“ gemeinsam mit den Studiogästen Alon Meyer – Präsident von Makkabi Frankfurt & Makkabi Deutschland – sowie Matthias Thoma, Leiter des Museums von Eintracht Frankfurt.

Die Gründung der Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (1899) sowie des Jüdischen Sportvereins Makkabi (1898 in Berlin) gehen beide auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück – doch die beiden Vereine verbindet mehr als nur das.

Angefangen bei den Gründervätern des Vereins, zu denen jüdische Frankfurter zählten und in den 1920er Jahren der Eintracht dazu verhalfen, zu einem Spitzenverein zu werden, aber auch dem Ausschluss erfolgreicher jüdischer Spieler (wie Julius „Jule“ Lehmann) in den 1930er Jahren zieht sich eine jüdische Traditionslinie wie ein roter Faden durch die Geschichte der Eintracht, die Matthias Thoma u.a. in seinem Eintracht-Museum aufgreift und gemeinsam mit Alon Meyer, dessen Herz nicht nur für den blau-weißen Verein mit dem stilisierten Davidsstern im Logo – MAKKABI – schlägt, sondern auch für die schwarz-rote SGE. Neben einer Zeitreise durch die Vereinsgeschichte und Mitglieder, die diese im Laufe des vergangenen Jahrhunderts prägten, steht auch eine Diskussion über den Umgang mit Antisemitismus und Rassismus auf und neben dem Spielfeld im Fokus dieser besonderen Episode, die nicht nur das Herz von Fußballfans höherschlagen lässt.

Folge 9: "Eine Torah zieht ein – Jubiläen in den Jüdischen Gemeinden Hanau und Offenbach"

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Rivkah Gurewitz, Oliver Dainow
Musikalischer Einspieler: Ausschnitte aus dem Lied „Torah tziva lanu Moshe“ (hebräisch: „Die Torah, die Moses uns gegeben hat“) freundlicherweise bereitgestellt von Beth Loubavitch, Paris (Quelle: https://www.chabad.org/kids/article_cdo/aid/1094232/jewish/1-Torah-Tzivah-Sephardic.htm)
Ton-Aufnahme & -Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Intro- und Outro-Musik: Aggressive High Cultures von Frank Herrlinger sowie Monet von Magnus Moone (beides SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: Felix Münch & Claudia Stul
Produktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

Angebote, Feedback und Links
Alle Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden Sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de

Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben Sie uns eine E-Mail an juedischesleben@hlz.hessen.de
 

Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten finden Sie hier:
https://jg-hanau.de/gemeinde
https://jg-hanau.de/aktuelles/news/1622-20-jahre-juedische-gemeinde-hanau
https://jg-hanau.de/judentum-digital
https://www.youtube.com/c/JüdischeGemeindeHanau
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/juedische-gemeinde-gruendet-sich-in-hanau-neu-1228659.html
https://www.hanau.de/mam/Stadtentwicklung/geschichte/gedenktafeln/tafeln_nordstr-inet.pdf
https://jgof.de/Artikel/JOFI/jofi.html
https://lvjgh.de/gemeinden/offenbach
https://www.juedische-allgemeine.de/gemeinden/ein-sehr-grosses-ereignis-fuer-uns/
https://www.op-online.de/offenbach/bilder-neue-thora-juedische-gemeinde-offenbach-10205614.html
https://www.lubavitch.com/the-sound-of-jewish-music/
https://www.dienemann-formstecher.de/pdf/Max_Dienemann_10042021.pdf
https://www.oflovesu.com/oflovesu/2018/11/juedischegemeinde

Disclaimer
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(00:00:32) – Einspieler / Musik: „Torah tziva lanu Moshe“ (Die Torah, die Moses uns gegeben hat)

(00:01:51) – Kontextualisierung des Musikstücks, Vorstellung der Studiogäste Rivkah Gurewitz & Oliver Dainow

(00:03:12) – Was die Jüdischen Gemeinden in Hanau und Offenbach verbindet

(00:07:12) – Familie Gurewitz als erste Rabbinerfamilie nach der Shoah in Offenbach

(00:07:45) – Rivkah Gurewitz erinnert sich an die Anfangsjahre in Offenbach

(00:08:06) – provisorische Betreuung der jüdischen Menschen in Hanau durch Rabbiner Gurewitz

(00:09:46) – Geschichte der Jüdischen Gemeinde Offenbach, Neuanfänge in der Nachkriegszeit – erster Synagogen-Neubau in Hessen

(00:11:30) – einstiges Provisorium der Jüdischen Gemeinde Offenbach Ende der 1990er Jahre heute Sitz des Tonstudios

(00:13:48) – Oliver Dainows Erinnerungen an das Jüdische Gemeindeleben in der Lillistraße Offenbach

(00:14:58) – Rivkah Gurewitz’ Erinnerungen an den einstigen Offenbacher Gemeinde-Kantor der Vorkriegszeit, Herr Schwarzwald (Kaddisch in der ehem. Synagoge, heutiges Capitol, OF)

(00:17:33) – Erinnerungen an das 20. Dienstjubiläum des Offenbacher Gemeinderabbiners Mendel Gurewitz

(00:18:36) – Gebot, eigene Torahrolle schreiben zu lassen, führte 2018 zur Idee der „Torah der Einheit“ in Offenbach

(00:21:01) – 20-jähriges Gemeindejubiläum in Hanau; eine neue, aus der Ukraine stammende Torah-Rolle konnte durch Spenden ermöglicht werden – Unterstützung durch Hanauer Kirchen

(00:24:15) – Große Feierlichkeiten am 29. April 2025 im Congress Park Hanau

(00:25:34) – Torah und Torahschmuck: Judaica – im Internet entdecktes Torah-Schild findet Weg aus Auktion in New York zurück nach Hanau

(00:28:21) – Die Torah als Erbe von Moses und Wort Gottes; Jahreszyklus & Bedeutung der Torah

(00:31:15) – Öffentliches Feiern der Torah; Einbringung der neuen Torah-Rolle in die Jüdische Gemeinde Hanau im Rahmen einer Prozession

(00:32:34) – Schlusswort: Jüdisches Leben soll sichtbar und lebendig sein

(00:33:14) – „von G’tt beschert“ – es gibt keine Zufälle; besondere Orte behalten ihre gute Energie im Judentum

(00:34:17) – Abmoderation

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander. 

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Auf das – gemeinsam mit der promovierten Oppenheim-Expertin Dr. Esther Graf geschriebene – Buch über den „Maler der Rothschild und Rothschild der Maler“ folgte „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ – ein in der Bildungsmedienlandschaft bislang einzigartiges Projekt, das einem jungen Publikum das spannende Zeitalter der jüdischen Emanzipation vermittelt und damit die Kenntnisse deutsch-jüdischer Geschichte über das Opfernarrativ hinaus erweitert und in Zusammenarbeit mit dem beliebten TV-Moderator Eric Mayer entstanden ist.

Zuletzt realisierte Isabel Gathof in Co-Produktion mit der naked eye film (München/Berlin) „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, einen abendfüllenden Kinodokumentarfilm über die letzten NS-Prozesse in Deutschland; sowie im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben² von 1945 bis heute“.

Mit der anlässlich des 225. Geburtstagsjubiläums Moritz Daniel Oppenheims veröffentlichten App „M. D. Oppenheim macht Schule“ können Schülerinnen & Schüler mit ihrem Smartphone auf Spurensuche nach der jüdischen Emanzipation gehen und in Oppenheims Heimatstadt Hanau deutsch-jüdische Geschichte digital sowie vor Ort erleben. Darüber hinaus entwickelte sie bereits 2022 gemeinsam mit der Hohen Landesschule Hanau und einem Expertenteam aus Israel ein „Augmented Reality“-Projekt, das eng mit M. D. Oppenheim verbundene, historische Orte auf dem Smartphone virtuell wieder auferstehen lässt.


Links zu Projekten von Isabel Gathof:
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://apps.apple.com/de/app/m-d-oppenheim-macht-schule/id6711342408?platform=iphone
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.eurokey.entdeckerwelten.mdoppenheimmachtschule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule
https://hessen.edupool.de/?record=hessen-LA202330021&src=online&standort=15
https://eurokey.de/softwareentwicklung/projekte/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule/
https://eurokey.de/2023/09/21/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule-in-allen-hessischen-schulen/
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.facebook.com/OppenheimFILM/
https://www.realfictionfilme.de/moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.juedisches-europa.net/startseite/bald-im-kino-moritz-daniel-oppenheim/
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_ juedisches_leben_von_1945_bis_heute
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html

Oliver Dainow ist in Offenbach am Main geboren und aufgewachsen. Als Jugendlicher engagierte er sich in den Jugendzentren der Jüdischen Gemeinden Offenbach und Wiesbaden als ehrenamtlicher Betreuer. Seit 2007 ist Dainow beim Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen tätig. Im Rahmen seiner Arbeit betreut der Sozialbetriebswirt unter anderem die Jüdischen Gemeinden in Limburg und Hanau. Seit 2019 ist er Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Hanau und organisiert seither jährlich die Jüdischen Kulturwochen Hanau. Im Jahre 2021 konnte mit Hilfe des HKE das Leuchtturmprojekt „Judentum-Digital“ umgesetzt werden. Oliver Dainow vertritt die Jüdische Gemeinde Hanau darüber hinaus in städtischen Gremien wie dem Jugendhilfeausschuss, dem Bündnis „Partnerschaft für Demokratie Hanau“ und am Runden Tisch der Religionen.


Linksammlung
https://jg-hanau.de/gemeinde
https://jg-hanau.de/aktuelles/news/1622-20-jahre-juedische-gemeinde-hanau
https://jg-hanau.de/judentum-digital
https://www.youtube.com/c/JüdischeGemeindeHanau
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/juedische-gemeinde-gruendet-sich-in-hanau-neu-1228659.html
https://www.hanau.de/mam/Stadtentwicklung/geschichte/gedenktafeln/tafeln_nordstr-inet.pdf

Rivkah Gurewitz wurde in Montreal, Kanada, geboren. Schon als Jugendliche engagierte sie sich dort ehrenamtlich für Geflüchtete, Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Senioren. Später leitete sie ein Programm für russische Flüchtlingskinder in Los Angeles.
Seit über 25 Jahren unterrichtet Rivkah mit Herz und Hingabe Judentum. 1998 zog sie mit ihrem Mann, Rabbiner Mendel Gurewitz, nach Offenbach, um gemeinsam der jüdischen Gemeinde zu dienen.Sie leitet die Gan-Israel-Feriencamps und Kinderprogramme, gibt regelmäßig Unterricht für Kinder und Erwachsene und organisiert die Feiertage der Gemeinde. Rivkah gründete und leitet den JOFI-Frauenclub und ist Geschäftsführerin der neuen Frauenmikwe in Offenbach. Rivkah und ihr Mann sind stolze Eltern von zehn Kindern.


Linksammlung
https://jgof.de/Artikel/JOFI/jofi.html
https://lvjgh.de/gemeinden/offenbach
https://www.juedische-allgemeine.de/gemeinden/ein-sehr-grosses-ereignis-fuer-uns/
https://www.op-online.de/offenbach/bilder-neue-thora-juedische-gemeinde-offenbach-10205614.html
https://www.lubavitch.com/the-sound-of-jewish-music/
https://www.dienemann-formstecher.de/pdf/Max_Dienemann_10042021.pdf
https://www.oflovesu.com/oflovesu/2018/11/juedischegemeinde

Unterrichtsmaterial zur Podcast-Reihe „Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen“

Folge 9: "Eine Torah zieht ein – Jubiläen in den Jüdischen Gemeinden Hanau und Offenbach"

Die Jüdische Gemeinde Hanau feiert das 20-jährige Jubiläum ihrer Neugründung nach der Shoah. Zu diesem besonderen Anlass geht Episode 9 auf Zeitreise in die frühen 2000er Jahre – und im Gespräch mit dem Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Hanau, Oliver Dainow sowie Rivkah Gurewitz, Frau des Offenbacher Gemeinderabbiners Mendel Gurewitz dem Thema auf den Grund, welche besondere Bedeutung einer neuen Torahrolle bei freudigen Ereignissen, wie z.B. Jubiläen, zukommt. Auch existiert eine historische Verbindung zwischen den Jüdischen Gemeinden Hanau und Offenbach. Dabei offenbart sich in dieser Episode ein erstaunlicher Zufall, der in der Geschichte des Hauses des Podcast-Tonstudios liegt und nach über 20 Jahren persönliche Erinnerungen der Studiogäste weckt.

2005 wurde in Hanau ein bedeutendes Kapitel jüdischen Lebens wieder neu aufgeschlagen: Mit der Neugründung der Jüdischen Gemeinde kehrte nicht nur erstmalig nach dem Holocaust wieder religiöses und kulturelles jüdisches Leben zurück in die Stadt, sondern auch ein lebendiges Zeichen des Miteinanders, der Erinnerung und der Hoffnung.
Anlässlich des 20-jährigen Gemeindejubiläums im April 2025 berichtet Geschäftsführer Oliver Dainow von den Anfängen der vornehmlich durch jüdische Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion gegründeten Jüdischen Gemeinde Hanau. Auch berichtet Dainow über die besonderen Verbindungen mit der Jüdischen Gemeinde Offenbach – der zweitgrößten Gemeinde Hessens – und insbesondere mit deren Gemeinderabbiner Mendel Gurewitz, der Anfang der 2000er Jahre die jüdischen Menschen Hanaus und mit ihnen die in Gründung befindliche Gemeinde in Hanau betreute.
Rivkah Gurewitz, die damals gerade frisch verheiratet mit ihrem Mann aus New York ins Rhein-Main-Gebiet kam, erinnert sich noch gut, welche besonderen Ereignisse sie mit den Menschen verbindet, die – wie sie selbst – eine neue Heimat in der Region fanden.

Welche besondere Bedeutung der Torah – der zentralen religiösen Schrift des Judentums, welche die fünf Bücher Mose umfasst und grundlegende religiöse, moralische und gesellschaftliche Gebote für gläubige Jüdinnen und Juden enthält – bei freudigen Festen in den Gemeinden im Laufe der Jahre zukommt, darüber diskutieren die beiden Studiogäste in Episode 9 mit Moderatorin Isabel Gathof.
Eine neue Torah zieht ein – wie auch schon im Rahmen des 20-jährigen Dienstjubiläums des Offenbacher Gemeinderabbiners Mendel Gurewitz anno 2018 – nun auch in Hanau – wenn auch nicht am eigentlichen Gründungsjubiläum, dem 17. April, da dieser Tag im Jahr 2025 mit dem jüdischen Feiertag Pessach zusammenfällt (eines der wichtigsten Feste im Judentum, das an den Auszug der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten erinnert). Verbunden mit Feierlichkeiten im großen Rahmen sowie einer anschließenden Prozession mit Gesang und Tanz, vom Congress Park Hanau bis in die Synagoge, wird die nunmehr zweite Torahrolle in die Hanauer Gemeinde eingebracht: ein öffentliches Bekenntnis zu Glaube, Tradition, Gemeinschaft und die Kontinuität jüdischen Lebens.

Folge 8: „Moritz Daniel Oppenheim“

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch, René Mallm & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Dr. Esther Graf, Erik Riedel
Audioausschnitt Intro: Auszüge aus den 1924 veröffentlichten „Erinnerungen“ Moritz Daniel Oppenheims, eingesprochen von Majer Szanckower
Ton-Aufnahme & -Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Intro- und Outro-Musik: Aggressive High Cultures von Frank Herrlinger sowie Monet von Magnus Moone (beides SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: René Mallm, Felix Münch & Claudia Stul
Produktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

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Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten finden Sie hier:
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/4785
https://www.juedischesmuseum.de/sammlung/bildende-kunst/detail/moritz-daniel-oppenheim-1800-1882/
https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/geschichte-aufarbeiten/
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.juedischesmuseum.de/besuch/detail/ausstellung-moritz-daniel-oppenheim/
https://www.juedischesmuseum.de/museum/beitrag/detail/pm-oppenheim-ankauf/
https://www.fr.de/frankfurt/historisch-juedisches-museum-frankfurt-kauft-zwei-rare-gemaelde-93473933.html
https://www.facebook.com/juedischesmuseumffm/videos/bei-unserem-heutigen-mittagstischgespr%C3%A4ch-geht-es-um-moritz-daniel-oppenheim-180/160547662388680/
https://www.museumsverein-hanau.de/2020/04/22/rosenthal-saal/

Disclaimer
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(00:00:32) – Einspieler „Auszug aus M.D. Oppenheims Erinnerungen“, eingesprochen von Majer Szanckower

(00:03:18) – Vorstellung der Studiogäste: Dr. Esther Graf & Erik Riedel

(00:05:25) – Einblicke in die Oppenheim’schen Kinderjahre sowie das Elternhaus; Bedeutung von säkularer Bildung

(00:06:52) – Jüdische Ghettos im Umbruch

(00:08:20) – Weltgewandte Eltern, Besuche im Hanauer Stadttheater

(00:10:09) – Wertschätzung von Kultur & Bildung in repressiven Zeiten

(00:11:02) – Ein Jude als bildender Künstler im Kontext des vermeintlichen jüd. Bilderverbots

(00:12:27) – Verbürgerlichung der Kunst

(00:13:40) – Begriffsklärung Jüdische Emanzipation

(00:15:05) – Oppenheim als aktiver Protagonist der Jüdischen Emanzipation

(00:16:52) – 1825 Niederlassung in Frankfurt; Politisierung / Beziehung zu Dr. Gabriel Riesser

(00:18:14) – Auftakt zu jüdischen Genrebildern durch das 1833/34 geschaffene Werk „Heimkehr des Freiwilligen…“

(00:19:04) – Bilderzyklus zum Altjüdischen Familienleben

(00:22:30) – Darstellung von jüdischem Leben jenseits antisemitischer Stereotype

(00:23:45) – Nutzung visueller Codes für jüdische sowie nicht-jüdische Zielgruppen

(00:25:27) – Museen in aller Welt beherbergen Oppenheims Werke – insbesondere New York, Jerusalem, Frankfurt & Hanau)

(00:25:58) – Was unterscheidet die einzelnen Sammlungen; Bedeutung von Exil, Shoah & Nachkriegszeit

(00:25:58) – Zur Person Ludwig Rosenthal (Initiator der Hanauer Oppenheim-Gemäldesammlung)

(00:31:14) – Oppenheims Zyklus zur Darstellung der biblischen Geschichte von Sarah & Hagar im Jüdischen Museum Frankfurt

(00:34:40) – interreligiöser Brückenschlag

(00:35:52) – Was macht Oppenheims Werk bis heute so relevant?

(00:38:09) – Oppenheim als Vorbild für marginalisierte Gruppen

(00:39:24) – Verabschiedung, Appell zu Museumsbesuch

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander. 

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Auf das – gemeinsam mit der promovierten Oppenheim-Expertin Dr. Esther Graf geschriebene – Buch über den „Maler der Rothschild und Rothschild der Maler“ folgte „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ – ein in der Bildungsmedienlandschaft bislang einzigartiges Projekt, das einem jungen Publikum das spannende Zeitalter der jüdischen Emanzipation vermittelt und damit die Kenntnisse deutsch-jüdischer Geschichte über das Opfernarrativ hinaus erweitert und in Zusammenarbeit mit dem beliebten TV-Moderator Eric Mayer entstanden ist.

Zuletzt realisierte Isabel Gathof in Co-Produktion mit der naked eye film (München/Berlin) „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, einen abendfüllenden Kinodokumentarfilm über die letzten NS-Prozesse in Deutschland; sowie im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben² von 1945 bis heute“.

Mit der anlässlich des 225. Geburtstagsjubiläums Moritz Daniel Oppenheims veröffentlichten App „M. D. Oppenheim macht Schule“ können Schülerinnen & Schüler mit ihrem Smartphone auf Spurensuche nach der jüdischen Emanzipation gehen und in Oppenheims Heimatstadt Hanau deutsch-jüdische Geschichte digital sowie vor Ort erleben. Darüber hinaus entwickelte sie bereits 2022 gemeinsam mit der Hohen Landesschule Hanau und einem Expertenteam aus Israel ein „Augmented Reality“-Projekt, das eng mit M. D. Oppenheim verbundene, historische Orte auf dem Smartphone virtuell wieder auferstehen lässt.


Links zu Projekten von Isabel Gathof:
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://apps.apple.com/de/app/m-d-oppenheim-macht-schule/id6711342408?platform=iphone
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.eurokey.entdeckerwelten.mdoppenheimmachtschule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule
https://hessen.edupool.de/?record=hessen-LA202330021&src=online&standort=15
https://eurokey.de/softwareentwicklung/projekte/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule/
https://eurokey.de/2023/09/21/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule-in-allen-hessischen-schulen/
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.facebook.com/OppenheimFILM/
https://www.realfictionfilme.de/moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.juedisches-europa.net/startseite/bald-im-kino-moritz-daniel-oppenheim/
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_ juedisches_leben_von_1945_bis_heute
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html

Dr. Esther Graf hat Jüdische Studien in Wien und an der Hochschule für Jüdische Studien (HfJS) in Heidelberg studiert. 2004 promovierte sie an der HfJS in Jüdischer Kunst und Kunstgeschichte. In ihrer Doktorarbeit setzt sie sich mit dem Genrewerk Moritz Daniel Oppenheims und seinem Beitrag zum Emanzipationskampf der Juden auseinander. Es folgten Vorträge und wissenschaftliche Beiträge zu Oppenheim. Graf ist eine der Hauptprotagonistinnen in Isabel Gathofs Dokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – The first Jewish painter“. Seit 2008 betreibt Dr. Esther Graf zusammen mit Manja Altenburg die Agentur für Jüdische Kultur.


Linksammlung
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/4785
https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/geschichte-aufarbeiten/
https://vorsprung-online.de/literatur/145317-visueller-chronist-deutsch-j%C3%BCdischer-geschichte.html
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
www.moritzdanieloppenheim.com

Erik Riedel studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Heidelberg und Frankfurt am Main. Er ist Ausstellungsleiter des Jüdischen Museums Frankfurt und Kurator für Kunst des 20. Jahrhunderts. Hier hat er zahlreiche Kunstausstellungen kuratiert, beispielsweise zu Moritz Daniel Oppenheim, Ludwig und Else Meidner, Felix Nussbaum oder Charlotte Salomon. Er hat auch Ausstellungen zur Zeit- und Kulturgeschichte co-kuratiert, darunter „Die Frankfurter Schule und Frankfurt“, „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt“ und „Im Angesicht des Todes“. Zu seinen Publikationen zählen neben diversen Ausstellungskatalogen die Werkverzeichnisse der Skizzenbücher Ludwig Meidners und seiner Gemälde bis 1927.


Linksammlung
https://www.juedischesmuseum.de/sammlung/bildende-kunst/detail/moritz-daniel-oppenheim-1800-1882/
https://www.facebook.com/juedischesmuseumffm/videos/bei-unserem-heutigen-mittagstischgespr%C3%A4ch-geht-es-um-moritz-daniel-oppenheim-180/160547662388680/
https://www.juedischesmuseum.de/sammlung/bildende-kunst/detail/das-ludwig-meidner-archiv/
https://www.youtube.com/watch?v=EOsJ9bJtaFQ
https://www.youtube.com/watch?v=yPR5sXJO3lk

Unterrichtsmaterial zur Podcast-Reihe „Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen“

Folge 8: „Moritz Daniel Oppenheim“

Anlässlich des 225. Geburtstags Moritz Daniel Oppenheims (geboren am 8. Januar 1800 in Hanau) spricht Isabel Gathof mit den Oppenheim-Experten Dr. Esther Graf (Kunsthistorikerin, promovierte über M.D. Oppenheims Genrekunst) und Erik Riedel (Ausstellungsleiter des Jüdischen Museums Frankfurt & Kurator für Kunst des 20. Jahrhunderts) über den ersten jüdischen Künstler der Moderne mit akademischer Ausbildung, der als Ausnahmepersönlichkeit der Jüdischen Emanzipation zum „Maler der Rothschilds & Rothschild der Maler“ avancierte.

Was macht Moritz Daniel Oppenheim und seine Kunst zu einem Paradebeispiel jüdischer Emanzipation im 19. Jahrhundert? Wie wurde aus einem talentierten Jungen aus dem einstigen Jüdischen Ghetto Hanaus ein Künstler von Weltruhm, dessen Werke sich heute in Jerusalem und New York – aber auch Frankfurt und Hanau – finden? Welche besondere Bedeutung kommt seinen Werken – gerade im Hinblick auf interreligiösen Dialog – bis heute zu? Antworten auf diese weitere Fragen liefert die Talkrunde im Rahmen der „Oppenheim-Jubiläumsepisode“ 8 des Podcasts zu Jüdischem Leben, Geschichte und Kultur Hessens und lädt dazu ein, die Meisterwerke auf Leinwand einmal persönlich zu betrachten.

Folge 7: „Das Jüdische Museum Frankfurt“

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch, René Mallm & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Prof. Dr. Mirjam Wenzel & Michael Lenarz
Audioausschnitt Intro: Audioausschnitt aus dem Kinotrailer „Wir sind jetzt!“ des Jüdischen Museums Frankfurt
Ton-Aufnahme & -Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Intro- und Outro-Musik: Aggressive High Cultures von Frank Herrlinger sowie Monet von Magnus Moone (beides SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: René Mallm, Felix Münch & Claudia Stul
Produktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

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Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben Sie uns eine E-Mail an juedischesleben@hlz.hessen.de
 

Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten finden Sie hier:
www.juedischesmuseum.de
https://www.juedischesmuseum.de/besuch/detail/dauerausstellung-im-museum-judengasse/
https://www.juedischesmuseum.de/besuch/goldener-apfel/
https://www.juedischesmuseum.de/museum/beitrag/detail/unser-mission-statement/
https://metahubfrankfurt.de/
https://www.juedischesmuseum.de/museum/museumsgeschichte/
https://www.juedischesmuseum.de/museum/30-jahre-juedisches-museum-frankfurt/
https://www.juedischesmuseum.de/de/besuch/ausstellungen/ausstellungsarchiv/
 

Disclaimer
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(0:00:32) - “Wir sind jetzt!“-Einspieler und Vorstellung der Studiogäste

(0:02:18) - Was macht die Arbeit des Jüdischen Museums so besonders

(0:06:12) - 850 Jahre jüdische Tradition der Stadt Frankfurt

(0:08:27) - Verschiedene jüdische, museale Institutionen im Stadtbild Frankfurts

(0:09:10) - Neuentdeckung eines Gewölbekellers / „Goldener Apfel“

(0:11:38) - Michael Lenarz über die Anfänge des Jüdischen Museums Frankfurt

(0:15:10) - Orientierung am Diaspora Museum in Tel Aviv, Israel (heute „Anu“)

(0:17:38) - Nationale Einrichtung vs. lokale, jüdische Perspektive

(0:18:45) - Bedeutung von bildender Kunst im Museumskonzept

(0:21:40) - Säulen der Kunstsammlung des Jüdischen Museums Frankfurt

(0:24:21) - Eckpfeiler der musealen Neukonzeption / starker Gegenwartsbezug

(0:26:00) - Pluralität jüdischer Geschichten

(0:27:14) - Museum ohne Mauern / Stadtraumbezug aber auch digitale Angebote

(0:28:45) - Forschung an der Sammlung / digitale Infrastruktur des MetaHUB

(0:30:27) - „Immersive Jewish Frankfurt“

(0:34:01) - medialer Wandel nimmt Einfluss auf Forschungsfragen

(0:36:40) - Association of European Jewish Museums

(0:38:16) - Mobilität der Menschen seit früher Neuzeit / globales Frankfurter Netzwerk

(0:40:32) - gesellschaftspolitische Herausforderungen

(0:41:40) - Wünsche für die Zukunft des Museums

(0:43:57) - Schlussworte

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander.

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Auf das – gemeinsam mit der promovierten Oppenheim-Expertin Dr. Esther Graf geschriebene – Buch über den „Maler der Rothschild und Rothschild der Maler“ folgte „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ – ein in der Bildungsmedienlandschaft bislang einzigartiges Projekt, das einem jungen Publikum das spannende Zeitalter der jüdischen Emanzipation vermittelt und damit die Kenntnisse deutsch-jüdischer Geschichte über das Opfernarrativ hinaus erweitert und in Zusammenarbeit mit dem beliebten TV-Moderator Eric Mayer entstanden ist.

Zuletzt realisierte Isabel Gathof in Co-Produktion mit der naked eye film (München/Berlin) „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, einen abendfüllenden Kinodokumentarfilm über die letzten NS-Prozesse in Deutschland; sowie im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben von 1945 bis heute“.

Die App „Mit Moritz Daniel Oppenheim auf Spurensuche nach der jüdischen Emanzipation“ steht kurz vor ihrer Veröffentlichung, mit der Schülerinnen & Schüler in M.D. Oppenheims Heimatstadt Hanau mit dem Smartphone deutsch-jüdische Geschichte vor Ort erleben können. Darüber hinaus entwickelte sie bereits 2022 gemeinsam mit der Hohen Landesschule Hanau und einem Expertenteam aus Israel ein „Augmented Reality“-Projekt, das eng mit M. D. Oppenheim verbundene, historische Orte auf dem Smartphone virtuell wieder auferstehen lässt.
 

Links zu Projekten von Isabel Gathof:
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule
https://hessen.edupool.de/?record=hessen-LA202330021&src=online&standort=15
https://eurokey.de/softwareentwicklung/projekte/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule/
https://eurokey.de/2023/09/21/moritz-daniel-oppenheim-macht-schule-in-allen-hessischen-schulen/
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.facebook.com/OppenheimFILM/
https://www.realfictionfilme.de/moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.juedisches-europa.net/startseite/bald-im-kino-moritz-daniel-oppenheim/
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_ juedisches_leben_von_1945_bis_heute
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html

Prof. Dr. Mirjam Wenzel studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Politik- und Theaterwissenschaft in Berlin und Tel Aviv. Im Anschluss arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte dort zum deutschsprachigen Holocaust-Diskurs der 1960er Jahre.
Mirjam Wenzel ist Autorin und Mitherausgeberin von Büchern und Ausstellungskatalogen zur deutsch-jüdischen Kunst- und Kulturgeschichte. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Aufsätze, Essays und Blogbeiträge zu kulturtheoretischen, ästhetischen und museologischen Fragen, zur Repräsentation des Holocaust in Bildender Kunst, Fotografie und Film sowie zur Kritischen Theorie – insbesondere zu Siegfried Kracauer, Theodor W. Adorno und Hannah Arendt. Zudem ist sie kuratorisch tätig und konzipierte mehrere internationale Ausstellungen.
Von 2007 bis 2015 verantwortete sie als Leiterin der Medienabteilung die Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur in digitalen und gedruckten Medien am Jüdischen Museum Berlin. Sie gilt seither als eine international anerkannte Expertin für Fragen der digitalen Transformation von Museen. Seit 2016 leitet Mirjam Wenzel das Jüdische Museum Frankfurt – das älteste jüdische Museum der Bundesrepublik Deutschland. 2019 wurde sie zur Honorarprofessorin am Seminar für Judaistik der Goethe-Universität Frankfurt am Main und im Wintersemester 2020/21 zur Gastprofessorin an der Bauhaus-Universität Weimar ernannt.


Linksammlung
www.juedischesmuseum.de
https://www.juedischesmuseum.de/besuch/detail/dauerausstellung-im-museum-judengasse/
https://artsandculture.google.com/story/tQUxqTh9mGztKQ?hl=de
https://www.juedischesmuseum.de/besuch/goldener-apfel/
https://www.juedischesmuseum.de/museum/beitrag/detail/unser-mission-statement/
https://www.juedischesmuseum.de/de/vermittlung/publikationsverzeichnis/
https://www.juedischesmuseum.de/de/vermittlung/angebote-schulklassen-frankfurt/
https://metahubfrankfurt.de/
https://frankfurt-und-der-ns.de/de/frankfurt-history-app/
https://www.aejm.org/

Michael Lenarz war von 1985 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter und von 2012 bis 2022 stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand ist er noch als freier Mitarbeiter für das Museum tätig. Er war an zahlreichen Ausstellungs- und Forschungsprojekten sowie Publikationen des Jüdischen Museums beteiligt, u. a. bei der Dauerausstellung von 1988, der Dokumentation der jüdischen Friedhöfe Frankfurts und der Ausstellung über jüdische Ritualbäder in Deutschland. Er ist Mitglied im Vorstand der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen und im Beirat des Zentralarchivs zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland sowie 2. Vorsitzender der Max Dienemann / Salomon Formstecher Gesellschaft Offenbach e. V.

Linksammlung
https://www.juedischesmuseum.de/museum/museumsgeschichte/
https://www.juedischesmuseum.de/museum/30-jahre-juedisches-museum-frankfurt/
https://www.juedischesmuseum.de/de/besuch/ausstellungen/ausstellungsarchiv/
https://www.shoah-memorial-frankfurt.de/
https://www.frankfurt1933-1945.de/home

Unterrichtsmaterial zur Podcast-Reihe „Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen“

Folge 7: "Das Jüdische Museum Frankfurt"

In der 7. Folge unseres Podcasts stellen wir das Jüdische Museum Frankfurt vor – und damit ebenfalls das zugehörige Museum Judengasse sowie den erst kürzlich entdeckten Gewölbekeller des Hauses „Zum goldenen Apfel“ der einstigen Frankfurter Judengasse.
Moderiert von Isabel Gathof nehmen die Frankfurter Museumsdirektorin Prof. Dr. Mirjam Wenzel und Vizedirektor i.R. Michael Lenarz, der auch das „Gedächtnis des Museums“ genannt wird, die Hörerinnen und Hörer mit auf eine Zeitreise, die fast vier Jahrzehnte in der ersten jüdischen Museumsinstitution der Bundesrepublik Deutschland umspannt.

Bei diesem Blick hinter die Kulissen erfahren wir aus erster Hand von den Anfängen des Museums in den 1980er Jahren, den Eckpfeilern der musealen Neukonzeption in Verbindung der Wiedereröffnungen des Museums Judengasse (2016) sowie dem Jüdischen Museum im Palais Rothschild und dem direkt daneben gelegenen Neubau (2020) und nicht zuletzt der gesellschaftspolitischen Herausforderungen, mit denen sich jüdische Museen in Europa und der ganzen Welt konfrontiert sehen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den vielen digitalen Angeboten, die das Jüdische Museum und dessen medienpädagogische Vermittlungsarbeit auszeichnet. Ein Blick in die Zukunft des Museums rundet diese letzte Folge des Jahres 2024 ab. Wir freuen uns schon auf die nächste Episode (#8), die nicht nur Bezug auf die hier erwähnte Bedeutung bildender Kunst im Museumskonzept nimmt, sondern einen Künstler in den Mittelpunkt stellt, dem die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt gleich zwei Säle widmet…

Folge 6: "Jüdische Logen in Hessen"

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch, René Mallm & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Ralph Hofmann, Dr. Birgit Seemann
Audioausschnitt Intro: Audioausschnitt aus dem Film „Die Geschichte der B‘nai B‘rith Logen in Frankfurt am Main“ von FEINSHMEKER FILM
Ton-Aufnahme & -Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Intro- und Outro-Musik: Aggressive High Cultures von Frank Herrlinger sowie Monet von Magnus Moone (beides SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: René Mallm, Felix Münch & Claudia Stul
Produktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

Angebote, Feedback und Links
Alle Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden Sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de

Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben Sie uns eine E-Mail an juedischesleben@hlz.hessen.de

Den im Podcast besprochenen Audiomitschnitt finden Sie hier:

  • Audioquelle: Audioausschnitt aus dem Film „Die Geschichte der B‘nai B‘rith Logen in Frankfurt am Main“ der Filmemacherin und Regisseurin Isabel Gathof (FEINSHMEKER FILM) anlässlich der Verleihung der Ehrenmedaille in Gold an den Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill durch die B‘nai B‘rith Schönstädt Loge e. V. in Frankfurt am Main am 3. März 2021 unter: bnaibrith-ffm.de/de/history/film-ueber-die-loge

Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten finden Sie hier:

  • Link zur Homepage der B‘nai B‘rith Frankfurt Schönstädt Loge e. V. unter: b naibrith-ffm.de/de/
  • Link zur Publikation „…ein Segen zu werden für die Menschheit…“. Der jüdische Orden B’nai B’rith in Frankfurt am Main und seine Logen (1888–1937) von Dr. Birgit Seemann unter: bnaibrith-ffm.de/de/history/b-nai-b-rith-in-frankfurt
  • Link zur Begleitausstellung und Termine zur Publikation „…ein Segen zu werden für die Menschheit…“. Der jüdische Orden B’nai B’rith in Frankfurt am Main und seine Logen (1888–1937) unter: https://bnaibrith-ffm.de/de/history/die-ausstellung
     

Disclaimer
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(0:00:30) - Gründung und Entwicklung des Ordens B'nai B'rith

(0:06:20) - Ziel und Funktion der jüdischen Logen

(0:08:01) - Wissenschaftliche Aufarbeitung des jüdischen Ordens

(0:10:14) - Struktur, Aufgaben und Mitgliedschaft der B’nai B’rith-Logen

(0:14:18) - Ursprung und Grundwerte der jüdischen Logen

(0:17:23) - Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Orden

(0:21:20) - Veränderungen im Judentum und in den Logen

(0:26:10) - Bekannte Persönlichkeiten und Familien in den B’nai B’rith-Logen

(0:28:34) - Verfolgung der Logenmitglieder und ihr Beitrag zur Gesellschaft

(0:30:00) - Interreligiöser Zusammenhalt und Erinnerungsarbeit

(0:32:00) - Rolle der jüdischen Soldaten im Ersten Weltkrieg

(0:34:02) - Rolle der Rabbiner in den Logen

(0:35:26) - Vorurteile gegenüber Juden und Verfolgung der Logen

(0:40:02) - Schicksale der Logenmitglieder, Flucht und Gründung von B'nai B'rith-Logen

(0:43:10) - B'nai B'rith heute und ehrenamtliches Engagement

(0:45:18) - Aktuelle Herausforderungen und Unterstützung für Israel

(0:48:16) - Wiederbegründung der Loge und Nachkriegsgeschichte

(0:49:34) - Unbeleuchtete Aspekte der jüdischen Geschichte zur weiteren Erforschung

(0:50:38) - Abschluss des Podcast und Feedback

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander. 

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen & Film (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Zusammen mit den Co-Produzentinnen des Spielfilms „Im Labyrinth des Schweigens“, Sabine Lamby & Cornelia Partmann – naked eye film (München/Berlin) realisierte sie den Kinodokumentarfilm „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, der sich mit den letzten NS-Prozessen in Deutschland beschäftigt und Erklärungsansätze auf die Frage, warum die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen in der Bundesrepublik so lange gedauert hat, liefert. Ein besonderes Augenmerk kommt dabei den Stutthof-Prozessen in Münster (2018/19) sowie Hamburg (2019-2020) und der Rolle der Holocaust-Überlebenden Judy Meisel & Roza Bloch, die vor Gericht als Nebenklägerinnen ihre persönliche Geschichte teilen. Im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim entstand vor kurzem die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben von 1945 bis heute“, die ein sehr lebendiges und farbenfrohes Bild der Wiederauferstehung der jüdischen Gemeinde Mannheim nach der Shoah zeichnet – und auch der Jewrovision besondere Beachtung schenkt.

Links zu Projekten von Isabel Gathof:
https://bnaibrith-ffm.de/de/history/film-ueber-die-loge
https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/fritz_bauers_erbe_gerechtigkeit_verjaehrt_nicht
https://www.hessenschau.de/kultur/dokumentarfilm-fragt-nach-dem-erbe-fritz-bauers,audio-77610.html
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/fritz-bauers-erbe-stutthof-prozesse-gegen-kz-aufseher-18023411.html
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/fritz-bauers-erbe/
https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_juedisches_leben_von_1945_bis_heute
https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/lich-ort848773/neue-perspektiven-auf-das-lebendige-judentum-92686001.html

Dr. Birgit Seemann, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin, hat zahlreiche Publikationen zu jüdischer Biografie- und Institutionengeschichte vorgelegt. Sie war langjährige Lehrbeauftragte für historisch-politische Bildung, Staatstheorie und Wirtschaftsethik an verschiedenen Universitäten und Hochschulen. Von 1997 bis 2004 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Lexikon deutsch-jüdischer Autoren“ (Goethe-Universität Frankfurt a.M., Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz). 2005 lehrte sie als Gastprofessorin an der Lettischen Kulturakademie in Riga. Von 2006 bis 2024 wirkte sie als wissenschaftliche Autorin und Redakteurin des von ihr mit aufgebauten Forschungsprojekts „Jüdische Pflegegeschichte / Jewish Nursing History – Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main“ an der Frankfurt University of Applied Sciences. Zu ihren Buchveröffentlichungen zählen neben der ersten Biografie über die Politikprofessorin und Antisemitismusforscherin Eleonore Sterling (2013) erstmals Studien zum Frankfurter jüdischen Pflegeheim „Gumpertz’sches Siechenhaus“ (2019, mit Edgar Bönisch) und zu dem jüdischen Orden B’nai B’rith in Frankfurt am Main (2023) und in Nürnberg (2024).

Links zur Arbeit von Dr. Birgit Seemann:
https://www.juedische-pflegegeschichte.de
https://www.juedische-pflegegeschichte.de/wp-content/uploads/Dr.Seemann_Kurzvita_2024-1.pdf
https://bnaibrith-ffm.de/de/history/b-nai-b-rith-in-frankfurt#Autorin
http://www.edition-av.de/buecher/sterling.html
https://www.cgc.uni-frankfurt.de/files/download/cgc-online-papers-1.pdf (Beitrag zu Eleonore Sterling)
Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF)

Ralph Hofmann wurde am 6. Dezember 1952 in Frankfurt geboren und besuchte die Volksschule und anschließend das Carl-Schurz-Gymnasium.
Für die Oberstufe wechselte er dann in ein jüdisches College in England.
Nach dem englischen Abitur, den A-Levels, blieb Ralph Hofmann zunächst in England und begann direkt eine Ausbildung zum Rauchwarengroßhändler in dritter Generation – eine Branche mit großer jüdischer Tradition.

Ralph Hofmanns Vater, Elias Hofmann, sel. A. war zweifacher Präsident der B’nai B’rith Loge und brachte seinen Sohn (sowie dessen spätere Frau Simone Hofmann) zum jüdischen Orden B’nai B’rith.
Das war am Anfang nicht ganz einfach und recht gewöhnungsbedürftig, da es in der Loge gewisse Regeln gibt, die man sich erst aneignen muss. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran und erkennt dann auch bald die von G’tt den Menschen aufgetragene Pflicht – auf Hebräisch „Mitzvah“ – Gutes zu tun.

Das erfüllt einen dann mit Zufriedenheit – denn sozial schwächer gestellte oder bedürftige Menschen zu unterstützen, basiert auf der Basis der Menschlichkeit, auf die sich die Arbeit der Loge vorwiegend beruft.

Ralph Hofmann hat einen Sohn, der in Kürze Vater wird und Ralph und Simone Hofmann somit zu Großeltern macht, worauf die beiden sich sehr freuen.

Links zur Person Ralph Hofmann und der B'NAI B'RITH FRANKFURT
SCHÖNSTÄDT LOGE e. V.:

bnaibrith-ffm.de/de/

 

Unterrichtsmaterial zur Podcast-Reihe „Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen“

Folge 6: "Jüdische Logen in Hessen"

Folge 6 unseres Podcast behandelt die Geschichte der jüdischen B’nai B’rith-Logen in Hessen, insbesondere in Frankfurt. Der Podcast erzählt von der Gründung des jüdischen „B’nai B’rith“-Ordens im 19. Jahrhundert – den Zielen, Aufgaben und Werten der jüdischen Logen, als Treffpunkte für jüdische Gemeinschaften und den Biografien und Schicksalen ihrer Mitglieder. Wir erfahren von der sozialen und karitativen Arbeit der Logen, der Verfolgung während des Holocaust und der aktuellen Situation der Logen in Deutschland.

Welche Werte und Geschichte haben die jüdischen Logen in Hessen geprägt? Welche Struktur und Aufgaben haben jüdische Logen? Welche bekannten Mitglieder gehörten ihnen im Laufe der Jahrhunderte an? Mit welchen Herausforderungen waren und sind die jüdischen Logen konfrontiert? Was bewegt die jüdischen Menschen in den Logen?

Diese und weitere Fragen bespricht Gastgeberin Isabel Gathof (Moderatorin, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau) mit ihren Gästen Dr. Birgit Seemann, wissenschaftliche Autorin des Standardwerkes zur Geschichte B’nai B’rith- Logen sowie Ralph Hofmann, Präsident der B’nai B’rith Frankfurt Schönstädt Loge e. V., Frankfurt am Main.

Wir wollen in dieser Folge die Geschichte und wichtige Arbeit der altehrwürdigen jüdischen Logen in Hessen hörbar machen und schauen auf deren Gegenwart und Zukunft.

Folge 5: „Jüdische Gemeinden in Hessen“

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch, René Mallm & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Daniel Neumann, Ilana Katz
Audioausschnitt Intro: Audioausschnitt aus der Hessenschau vom 13.12.1965 aus dem hr Retro Archiv
Aufnahme & Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Intro- und Outro-Musik: Aggressive High Cultures von Frank Herrlinger sowie Monet von Magnus Moone (beides SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: René Mallm, Felix Münch & Claudia Stul
Produktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

Angebote, Feedback und Links

Alle Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden Sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de.

Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben Sie uns eine E-Mail an juedischesleben@hlz.hessen.de.

Den im Podcast besprochenen Audiomitschnitt finden Sie hier:

Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten finden Sie hier:

  • Link zur Homepage des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden in Hessen unter: https://lvjgh.de/

Disclaimer

Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(0:00:31) – Wiedereröffnung der Synagoge in Kassel und jüdisches Gemeindeleben in Hessen

(0:14:03) – Zuwanderung, Vielfalt und Kultur: Demografischer Wandel, Aktivitäten und Herausforderungen jüdischen Lebens nach dem Krieg

(0:18:08) - Ausstellung Displaced at Home und Gründung des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben in Kassel

(0:24:22) – Antisemitismus, Sicherheit und Sorgen. Herausforderungen für das Leben und die Identität von Jüdinnen und Juden in Hessen

(0:31:03) - Wächterdienst vor der Synagoge und Solidarisierung der Bevölkerung

(0:38:49) - Reaktionen auf die documenta fifteen in Kassel und Diskussion über Antisemitismus

(0:41:30) – Zukunftsaussichten: Perspektiven für jüdische Menschen in Deutschland und Abschlussworte

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander. 

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Zusammen mit den Co-Produzentinnen des Spielfilms „Im Labyrinth des Schweigens“, Sabine Lamby & Cornelia Partmann – naked eye film (München/Berlin) realisierte sie den Kinodokumentarfilm „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, der sich mit den letzten NS-Prozessen in Deutschland beschäftigt und Erklärungsansätze auf die Frage, warum die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen in der Bundesrepublik so lange gedauert hat, liefert. Ein besonderes Augenmerk kommt dabei den Stutthof-Prozessen in Münster (2018/19) sowie Hamburg (2019-2020) und der Rolle der Holocaust-Überlebenden Judy Meisel & Roza Bloch, die vor Gericht als Nebenklägerinnen ihre persönliche Geschichte teilen. Im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim entstand vor kurzem die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben von 1945 bis heute“, die ein sehr lebendiges und farbenfrohes Bild der Wiederauferstehung der jüdischen Gemeinde Mannheim nach der Shoah zeichnet – und auch der Jewrovision besondere Beachtung schenkt.

Links zum Film und Projekt „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ und zur Arbeit von Isabel Gathof:

https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html
​​​​​​​https://www.fbw-filmbewertung.com/film/fritz_bauers_erbe_gerechtigkeit_verjaehrt_nicht https://www.hessenschau.de/kultur/dokumentarfilm-fragt-nach-dem-erbe-fritz-bauers,audio-77610.html
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/fritz-bauers-erbe-stutthof-prozesse-gegen-kz-aufseher-18023411.html
​​​​​​​https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/fritz-bauers-erbe/ https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_juedisches_leben_von_1945_bis_heute
​​​​​​​https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/lich-ort848773/neue-perspektiven-auf-das-lebendige-judentum-92686001.html​​​​​​​

Ilana Katz wurde 1962 in Riga geboren und wanderte 2000 mit ihrer Familie nach Kassel, Deutschland aus. Gemeinsam mit ihrem Ehemann eröffnete sie einen Pflegedienst, eine Tagespflege und 2015 das „Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben“ in Kassel. Sie ist Ehrenbürgerin der Stadt Kassel, engagiert sich seit Jahren für das jüdische Leben in der Kasseler Stadtgesellschaft und darüber hinaus. Seit 2009 ist sie dortige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde. Ilana Katz begann als Hobby mit der Malerei. Mittlerweile hängen ihre Gemälde unter anderem in Düsseldorf, Berlin, Riga, Brüssel und Tel Aviv.

Links zur Arbeit von Ilana Katz, der jüdischen Gemeinde Kassel und dem „Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben“ in Kassel

https://sara-nussbaum-zentrum.de/displaced-at-home-ein-ort-den-man-zuhause-nennt-eine-ausstellung-zum-juedischen-leben-im-20-jahrhundert-in-kassel/
https://www.hessenschau.de/tv-sendung/waechterdienst-vor-der-synagoge-in-kassel,video-188874.html
https://kassel.deutscher-koordinierungsrat.de/gcjz-kassel-Waechterdienst-Mai-2024
https://kassel.deutsch-israelische-gesellschaft.de/waechterdienst-vor-der-synagoge/
https://dresden.deutsch-israelische-gesellschaft.de/ilana-katz-ehren-kasselaenerin/

Daniel Neumann studierte Rechtswissenschaft in Mainz, Darmstadt und Frankfurt und war anschließend im Börsen- und Wertpapierhandel tätig, bevor er 2003 beim Landesverband der Jüdischen Gemeinde in Hessen begann. Seine Zulassung als Rechtsanwalt erhielt er 2004. Seit 2006 ist er Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen. Seit 2008 ist er ehrenamtlicher Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Darmstadt und seit 2017 deren Vorsitzender. Neumann war von 2008 bis 2022 Richter im Schiedsgericht beim Zentralrat der Juden in Deutschland. Seit 2022 ist er Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland.  Er vertritt den Landesverband im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks und ist Vorsitzender des Programmausschusses Fernsehen. Seit Dezember 2023 ist er Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen.

Links zur Person und Arbeit von Daniel Neumann und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen (LVJGH)

https://lvjgh.de/
https://lvjgh.de/ueber-uns
https://jg-darmstadt.de/aktuelles/news/1452-man-fuehlt-sich-all-eingelassen-daniel-neumann-und-philip-kraemer-sprechen-ueber-antisemitismus-und-erinnerungskultur/
​​​​​​​https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/fuehrungswechsel-beim-landesverband-der-juedischen-gemeinden/
​​​​​​​https://lvjgh.de/aktuelles/news/1498-weckruf-zum-guten/​​​​​​​

Unterrichtsmaterial (PDF) zur Podcast-Reihe „Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen“ 

Folge 5: „Jüdische Gemeinden in Hessen“

Diese Folge unseres Podcast taucht tief in das jüdische Leben, Geschichte und Kultur in Hessen ein. Ausgehend von der bewegenden Wiedereröffnung einer Synagoge in Kassel am 15. Dezember 1965 – 27 Jahre nach der Zerstörung durch die Nationalsozialisten – nimmt diese Folge die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Hessen nach 1945 in den Blick, die von Zuwanderung, Vielfalt und Lebendigkeit geprägt ist. Der Podcast berichtet von den verschiedenen Aktivitäten, die in der jüdischen Gemeinde stattfinden. Ebenso werfen wir einen Blick auf die Ausstellung „Displaced at Home“ im Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben in Kassel, die wichtige Themen rund um jüdische Identität und Zugehörigkeit anspricht.

Was hat die jüdischen Gemeinden in Hessen geprägt? Wie viele Gemeinde gibt es noch und wie groß sind sie? Wie sieht das aktive Leben in den Gemeinden aus? Vor welchen Herausforderungen stehen diese? Was bewegt jüdische Menschen in den Gemeinden seit dem 7. Oktober 2023? Welche Rolle spielt dabei der Umgang und die Konfrontation mit Antisemitismus?

Diese und weitere Fragen bespricht Gastgeberin Isabel Gathof, Moderatorin, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau, mit ihren Gästen Daniel Neumann, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen (LJGH) und Ilana Katz, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Kassel.

Wir sprechen über die Sorgen und Enttäuschungen, aber auch die Hoffnungen jüdischer Menschen in Hessen und schauen auf Ihre Zukunft und Sicherheit, die ohne Solidarität der Mehrheitsgesellschaft mit den jüdischen Gemeinden nicht zu haben ist.

Folge 4: „Jewrovision – mehr als nur ein Song Contest“

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch René Mallm & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Susanne Benizri Zvi Bebera
Audioausschnitt Intro: Audioausschnitt aus dem Vorstellungsvideo des Jugendzentrums „Amichai“, Frankfurt am Main, für den Jewrovision Song Contest 2024 in Hannover
Aufnahme & Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Intro- und Outro-Musik: Aggressive High Cultures von Frank Herrlinger sowie Monet von Magnus Moone (beides SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: René Mallm, Felix Münch & Claudia Stul
Produktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

Angebote, Feedback und Links

Alle Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden Sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de.

Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben Sie uns eine E-Mail an juedischesleben@hlz.hessen.de.

Den im Podcast besprochenen Audiomitschnitt finden Sie hier: ·

Audioquelle: Ausschnitt aus dem Vorstellungvideo des Jugendzentrums Amichai Frankfurt für den Jewrovision Song Contest 2024 unter: https://www.jewrovision.de/jewrovision-2024/

Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten finden Sie hier:

Disclaimer

Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(0:00:22) - Jewrovision: Eine Bühne für jüdische Jugendliche in Deutschland

(0:03:16) - Geschichte und Entwicklung der Jewrovision

(0:05:02) - Bedeutung und Auswirkungen der Jewrovision auf die Teilnehmenden

(0:08:00) - Die Themen von Jewrovision

(0:09:50) - Jewrovision und jüdische Identität

(0:10:32) - Von der Vorbereitung bis zur großen Show: Der Weg zur Jewrovision

(0:12:18) - Themen und Inhalte der Jewrovision

(0:14:01) - Proben und Vorbereitungen für die Jewrovision

(0:15:17) - Wettbewerb und Engagement in der Jewrovision

(0:16:04) - Jewrovision und jüdische Gemeinden

(0:19:18) - Vielfalt und Förderung in der Jewrovision

(0:21:24) - Gemeinsam stark: Persönliche Erfahrungen und Gewinne durch die Jewrovision

(0:24:30) - Hoffnung und Ausdruck: Die Botschaft, der Einfluss und die Wirkung der Jewrovision

(0:26:40) - Jewrovision und Antisemitismus

(0:29:12) - Jüdisches Leben in Deutschland: Jewrovision als Spiegel

(0:32:12) - Jewrovision: Wo Musik und Identität verschmelzen

(0:34:36) - Auswirkungen von Ausgrenzung und Antisemitismus

(0:36:00) - Die Kraft und Magie der Musik: Jewrovision als Inspirationsquelle & Feier der Vielfalt und Einheit

(0:37:40) - Die Stimmen der Jugend: Jewrovision als Sprachrohr und Plattform für Selbstentfaltung.

(0:38:48) - Abschluss und Dankesworte

(0:39:48) - Podcast-Informationen und Kontaktmöglichkeiten

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander. 

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Zusammen mit den Co-Produzentinnen des Spielfilms „Im Labyrinth des Schweigens“, Sabine Lamby & Cornelia Partmann – naked eye film (München/Berlin) realisierte sie den Kinodokumentarfilm „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, der sich mit den letzten NS-Prozessen in Deutschland beschäftigt und Erklärungsansätze auf die Frage, warum die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen in der Bundesrepublik so lange gedauert hat, liefert. Ein besonderes Augenmerk kommt dabei den Stutthof-Prozessen in Münster (2018/19) sowie Hamburg (2019-2020) und der Rolle der Holocaust-Überlebenden Judy Meisel & Roza Bloch, die vor Gericht als Nebenklägerinnen ihre persönliche Geschichte teilen. Im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim entstand vor kurzem die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben von 1945 bis heute“, die ein sehr lebendiges und farbenfrohes Bild der Wiederauferstehung der jüdischen Gemeinde Mannheim nach der Shoah zeichnet – und auch der Jewrovision besondere Beachtung schenkt.

Links zum Film und Projekt „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ und zur Arbeit von Isabel Gathof:

https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/fritz_bauers_erbe_gerechtigkeit_verjaehrt_nicht
https://www.hessenschau.de/kultur/dokumentarfilm-fragt-nach-dem-erbe-fritz-bauers,audio-77610.html
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/fritz-bauers-erbe-stutthof-prozesse-gegen-kz-aufseher-18023411.html
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/fritz-bauers-erbe/
https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_juedisches_leben_von_1945_bis_heute
https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/lich-ort848773/neue-perspektiven-auf-das-lebendige-judentum-92686001.html

Susanne Benizri-Wedde hat an der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg Judaistik mit dem Nebenfach Erziehungswissenschaften studiert. Sie ist seit 1998 als Lehrerin für jüdische Religionslehre für die IRG Baden tätig. Von 2008 bis 2010 bekleidete sie zusätzlich das Amt der Religionslehrerbeauftragten der IRG Baden. Seit 2010 leitet Frau Benizri-Wedde als Erziehungsreferentin das Erziehungs- und Jugendreferat der IRG Baden. Sie engagiert sich darüber hinaus in vielen Gremien, u.a. in der Kommission für Kinder, Jugend und Familien der ZWST, in Begegnungsprojekten des Zentralrats, im Expertenrat beim Beauftragten der Landesregierung gegen Antisemitismus Baden Württemberg und in der Mitgliederversammlung des Landesfamilienrats.

Der Ausspruch „Wenn es die Jewrovision nicht gäbe, müsste man sie erfinden“ stammt von ihr – und steht sowohl exemplarisch für Susanne Benizris Begeisterung für den Wettbewerb, als auch für die besondere Bedeutung des Projekts für jüdische Kinder und Jugendliche, gerade in Zeiten wie diesen.

Links zur Arbeit von Susanne Benizri und der IRG Baden bzw. Jüdischen Jugend Baden (JuJuBa)

https://irg-baden.de/de/jugendreferat
https://jujuba.info/ueber-uns/
https://www.konradsblatt.de/detail/nachricht/id/192814-sie-spueren-was-antisemitismus-ist/?cb-id=12279868
https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/was-laeuft/
https://www.domradio.de/artikel/juden-deutschland-erleben-anfeindungen-nach-hamas-angriff

Zvi Bebera studierte Regie & Kamera an der Filmfakultät der Tel Aviv University, Israel, und arbeitete später als erster Regieassistent. Seit 1994 war er ehrenamtlicher Betreuer in diversen jüdischen Jugendzentren und leitete daraufhin die Jugendzentren der Gemeinden in Stuttgart, Hannover und Basel. Von 2012 bis 2013 absolvierte er eine Ausbildung im Bereich des Neurolinguistischen Programmierens mit dem Masterabschluss in Kommunikation. Seit 2012 leitet er das Jugendzentrum Amichai der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.

Links zur Person und Arbeit von Zvi Bebera und dem Jugendzentrum Amichai der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

https://www.amichai.de/cms
https://www.jg-ffm.de/de/erziehung-jugend/jugendzentrum-amichai
https://www.juedische-allgemeine.de/gemeinden/es-zahlt-sich-aus/
https://www.fr.de/frankfurt/sehr-gut-dass-sich-etwas-bewegt-10986671.html
https://www.juedische-allgemeine.de/gemeinden/es-geht-vor-allem-um-juedische-identitaet/
https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-proben-fuer-den-jewrovision-92283448.html

Unterrichtsmaterial (PDF) zur Podcast-Reihe „Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen“

Folge 4 „Jewrovision – mehr als nur ein Song Contest“

Seit über zwanzig Jahren gibt es ihn: den Jewrovision Song Contest, einen Gesangs- und Tanzwettbewerb für jüdische Jugendliche in Deutschland, der von dem Eurovision Song Contest inspiriert ist. Mit der Jewrovision 2024 in Hannover geht er in die 22. Runde. Bei der „Jewro“, wie der Contest oft auch genannt wird, treffen sich jährlich über tausend jüdische Kinder & Jugendliche, um Gemeinschaft zu leben, gemeinsam die jüdische Kultur zu feiern und sich in Gesang, Performance und Tanz zu messen.

Was genau bedeutet die Jewrovision für die jüdische Gemeinschaft und wie fing alles an? Was ist die Idee dahinter? Wie bereiten sich die Jugendlichen eigentlich vor? Welche Themen verarbeiten jüdische Jugendliche in Ihren Songtexten und Performances? Was macht das mit den Jugendlichen? Welche besondere (Aus-) Wirkung hat die Jewrovision auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und auf die Sichtbarkeit jüdischer Identität in diesen Zeiten?

Diese und weitere Fragen bespricht Gastgeberin Isabel Gathof, Moderatorin, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau, mit ihren Gästen Susanne Benizri, Leiterin und Erziehungsreferentin des Erziehungs- und Jugendreferates der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden (IRG Baden), und Zvi Bebera, Leiter des Jugendzentrum Amichai der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main.

Von Jugendbegegnungen, aktuellen Herausforderungen, Verzweiflung und Hoffnung jüdischer Jugendlicher, der Kraft der Musik und jüdischer Identität und Ihrer vielfältigen Perspektiven und Themen erzählt diese Folge unseres Podcast.

Folge 3: „Antisemitismus auf dem Vormarsch“

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch, René Mallm & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Dr. Susanne Urban, Daniel Navon
Audioausschnitt Intro: Eingesprochene Auszüge eines Zeitungsartikels der Frankfurter Rundschau vom 11.06.1969: Armand Presser (Sprecherstimme)
Sounddesign & Mischung des Hörspiels: Manuel Karakas
Aufnahme & Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Musik: Aggressive High Cultures von Frank Herrlinger sowie Monet von Magnus Moone (beides SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: René Mallm, Felix Münch & Claudia Stul
Produktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

Angebote, Feedback und Links

Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden Sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de

Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben Sie uns eine E-Mail an juedischesleben@hlz.hessen.de

Den im Podcast besprochenen Audiomitschnitt finden Sie hier:

Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Inhalten finden Sie hier:

Literatur

Assmann, Aleida (2012): Weltmeister im Erinnern? Über das Unbehagen an der deutschen Erinnerungskultur, in: Vorgänge. Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik 2/2012, S. 24-32.

Benz, Wolfgang (2020): Antisemitismus. Präsenz und Tradition eines Ressentiments, Frankfurt/Main.

Bernstein, Julia und Diddens, Florian (2023): Antisemitische Kontinuitäten in Bildern, Frankfurt/Main.

Bernstein, Julia (2020): Umgang mit Antisemitismus in der Schule, in: APuZ 26-27/2020, S. 42-47.

Chernivsky, Marina (2020): Antisemitische Diskriminierung im Bildungswesen, in: Killguss, Hans- Peter/Meier, Marcus/Werner, Sebastian (Hg.) (2020): Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Grundlagen, Methoden & Übungen, Frankfurt/Main, S.198-213.

Kaletsch, Christa/Glittenberg, Manuel (2023): Antisemitismus an Schulen – erkennen und handeln. Empfehlungen für eine demokratische Schulkultur, Frankfurt/Main.

Killguss, Hans- Peter/Meier, Marcus/Werner, Sebastian (Hg.) (2020): Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Grundlagen, Methoden & Übungen, Frankfurt/Main.

Krieg, Deborah (2013): Der pädagogische Raum – ein dynamisches Kommunikations- und Handlungsfeld, in: Mendel, Meron (Hg.) (2013): Weltbild Antisemitismus. Didaktische und methodische Empfehlungen für die pädagogische Arbeit in der Migrationsgesellschaft, Frankfurt/Main, S.31.

Kumar, Victoria/Dreier, Werner/Gautschi, Peter u.a. (Hg.) (2022): Antisemitismen. Sondierungen im Bildungsbereich, Frankfurt/Main.

Mendel, Meron (2020): Herausforderungen antisemitismuskritischer Bildungsarbeit, in: APuZ 26-27/2020, S. 36-41.

Disclaimer

Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(0:00:20) – Antisemitismus und Proteste

(0:04:20) – Die dunkle Seite der Studentenproteste 1969 und heute: Antisemitismus an Universitäten

(0:08:01) – Zwischen Kritik und Hass: Antisemitismus an Unis und in der Gesellschaft

(0:15:01) – Verschmelzung von Ideologien, Formen und Entstehung israelbezogener Antisemitismus

(0:19:52) – Jüdisches Selbstverständnis und Identität

(0:24:11) – Mechanismen und Auswirkungen des Antisemitismus

(0:26:58) – Resilienz und Solidarität in der jüdischen Community

(0:29:15) – Neue Ansätze antisemitismuskritischer Bildung und Erinnerungskultur in der postmigrantischen Gesellschaft

(0:35:12) –  Kritische Betrachtung von NS-Verbrechen und Zionismus

(0:38:10) – Mutige Stimmen erheben und Zukunftsperspektiven

(0:40:06) – Herausforderungen und Solidarität in der Gesellschaft

(0:42:10) – Meldung von antisemitischen Vorfällen. Ein Appell zum Handeln

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander. 

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Zusammen mit den Co-Produzentinnen des Spielfilms „Im Labyrinth des Schweigens“, Sabine Lamby & Cornelia Partmann – naked eye film (München/Berlin) realisierte sie den Kinodokumentarfilm „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, der sich mit den letzten NS-Prozessen in Deutschland beschäftigt und Erklärungsansätze auf die Frage, warum die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen in der Bundesrepublik so lange gedauert hat, liefert. Ein besonderes Augenmerk kommt dabei den Stutthof-Prozessen in Münster (2018/19) sowie Hamburg (2019-2020) und der Rolle der Holocaust-Überlebenden Judy Meisel & Roza Bloch, die vor Gericht als Nebenklägerinnen ihre persönliche Geschichte teilen. Im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim entstand vor kurzem die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben von 1945 bis heute“, die ein sehr lebendiges und farbenfrohes Bild der Wiederauferstehung der jüdischen Gemeinde Mannheim nach der Shoah zeichnet.

Links zum Film und Projekt „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ und zur Arbeit von Isabel Gathof:

https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/fritz_bauers_erbe_gerechtigkeit_verjaehrt_nicht
https://www.hessenschau.de/kultur/dokumentarfilm-fragt-nach-dem-erbe-fritz-bauers,audio-77610.html
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/fritz-bauers-erbe-stutthof-prozesse-gegen-kz-aufseher-18023411.html
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/fritz-bauers-erbe/
https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_juedisches_leben_von_1945_bis_heute
https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/lich-ort848773/neue-perspektiven-auf-das-lebendige-judentum-92686001.html

Dr. Susanne Urban ist seit 2022 Leiterin der Forschungs- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen). Davor war sie Geschäftsführerin des SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz e. V., die SchUM-Stätten wurden 2021 UNESCO-Welterbe. Von 2009 bis 2015 war sie Leiterin Forschung und Bildung der Arolsen Archives; davor Mitarbeiterin der Yad Vashem International School for Holocaust Studies, Jerusalem. Bis 2004 arbeitete Frau Dr. Urban u.a. im Jüdischen Museum Frankfurt und als Redakteurin der jüdischen Zeitschrift TRIBÜNE. Sie publiziert seit 2000 zu Antisemitismus, Displaced Persons, der Kinder- und Jugend-Aliyah sowie zu jüdischem Erbe. Sie kuratierte Ausstellungen u.a. zu DPs und den SchUM-Gemeinden und war Finalistin des Yad Vashem Buchpreises 2019. Seit 2022 ist Frau Dr. Urban Vorsitzende des „Moreshet - Jewish Heritage Network“.

Links zur Arbeit von Frau Dr. Urban und der Arbeit von RIAS Hessen

https://rias-hessen.de/
https://www.instagram.com/rias_hessen/
https://moreshet.eu/
https://www.frh-europe.org/contributors/susanne-urban-executive-manager-shum-cities-association/
https://www.haus-des-erinnerns-mainz.de/index.php/projekte-ausstellungen/projekte/das-hde-im-gespraech-mit/dr-susanne-urban/
https://schumstaedte.de/schum-am-rhein/ausstellung-und-ausstellungsort/
https://jcpa.org/researcher/dr-susanne-urban/
https://www.wallstein-verlag.de/autoren/susanne-urban.html
https://www.volkswagen-group.com/de/publikationen/weitere/band-5-nachkriegswege-nach-volkswagen-1759
https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/23739770.2014.11446608
http://www.tribuene-verlag.de/Urban_Ben-Natan.pdf
https://www.volkswagen-group.com/de/publikationen/weitere/heft-11-ueberleben-in-angst-1748
https://www.medaon.de/de/autor/susanne-urban/
https://metropol-verlag.de/authors/susanne-urban/

Daniel Navon ist gebürtiger Israeli und lebt seit seinem neunten Lebensjahr in Deutschland. Er studiert Betriebswirtschaftslehre im Master an der Goethe- Universität in Frankfurt am Main, arbeitet in der Wirtschaftsprüfung und ist Stipendiat beim Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk. Als Sohn eines Rabbiners war er seit jungen Jahren in unterschiedlichen jüdischen Gemeinden in Deutschland involviert und ist aktuell im Vorstand des Verbands Jüdischer Studierender Hessen aktiv. Der Verband kooperiert eng mit den jüdischen Gemeinden in Hessen, organisiert Veranstaltungen für jüdische und nicht-jüdische Menschen und gibt hessischen Jüdinnen und Juden im Alter von 19-35 eine Stimme.

Links zur Person und Arbeit von Daniel Navon und dem VJSH Hessen

https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/eine-radtour-veraenderte-alles/
https://www.hessenschau.de/gesellschaft/juedischer-studierendenvertreter-die-unis-kassel-und-marburg-sind-hotspots-antisemitischer-vorfaelle-v1,interview-daniel-navon-100.html
https://www.vjsh.de

Unterrichtsmaterial (PDF) zur Podcast-Reihe „Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen“

Folge 3: „RIAS – Antisemitismus auf dem Vormarsch“

„Der 7. Oktober 2023 wird für immer ein Wendepunkt in der Geschichte Israels und der jüdischen Gemeinschaft weltweit sein, der alle in tiefem Schmerz und Trauer zurücklässt. Die jüdische Community nicht nur, aber auch in Hessen, ist zutiefst betroffen von all dem. Das Sicherheitsempfinden jüdischer Menschen in Hessen ist davon ebenso beeinträchtigt wie das Gefühl, nicht mehr willkommen, nicht mehr sicher zu sein. Der 7.10. und seine Folgen für den Antisemitismus sind eine tiefe Zäsur. Auch hier in Hessen. […]“

Dieses Lagebild zum Antisemitismus in Hessen, skizziert von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen), liefert den Impuls für die dritte Folge unseres Podcast.

Woher kommt die aktuelle Welle des Antisemitismus in Hessen, Deutschland und weltweit? Welche Anschlussmöglichkeiten bietet Antisemitismus in den unterschiedlichen sozialen Milieus? Wo und wie äußert sich Antisemitismus in unserer heterogenen Gesellschaft? Welche Rolle spielen dabei Universitäten, Schulen, documenta und Kultur und die sozialen Medien? Was sind jüdische Reaktionen und Perspektiven nach dem 07. Oktober 2023? Und welche Ansätze zur Prävention und antisemitismuskritischen Bildung gibt es und was ist zu tun? Welche Rolle spielt dabei der Wandel der Erinnerungskultur in einer postmigrantischen Gesellschaft? Diese und weitere Fragen bespricht Gastgeberin Isabel Gathof, Moderatorin, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau, mit ihren Gästen Dr. Susanne Urban, Leiterin der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Hessen, und Daniel Navon, gewähltes Vorstandsmitglied des Verbands Jüdischer Studierender Hessen (VJSH)

Ausgehend von einem antisemitischen Vorfall im Kontext der Studierendenproteste an der Universität Frankfurt im Juni 1969 während eines Referates des israelischen Botschafter Asher Ben Natan zeichnet der Podcast historische Kontinuitäten nach, hinterfragt kritisch antisemitische Narrative und beschreibt die Gegenwart von Antisemitismus aus Sicht der Wissenschaft und aus persönlichen Perspektiven jüdischer Menschen in Hessen.

Folge 2: „60 Jahre Frankfurter Auschwitz-Prozess“

Konzept: Isabel Gathof, Felix Münch, René Mallm & Claudia Stul
Moderatorin: Isabel Gathof
Studiogäste: Dr. Katharina Rauschenberger, Gerhard Wiese
Audioausschnitt Intro: Ausschnitte Hessenschau vom 20. Dezember 1963
Sounddesign & Mischung des Hörspiels: Manuel Karakas
Aufnahme & Bearbeitung: Sascha Amic, Metz Neun Synchron, Offenbach
Musik: Aggressive High Cultures von Frank Herrlinger sowie Monet von Magnus Moone (beides SoundTaxi)
Projektbetreuung HLZ: René Mallm, Felix Münch & Claudia Stul
Produktionstechnische Gesamtleitung: Isabel Gathof

Angebote, Feedback und Links

Alle  Angebote, Veranstaltungen, Publikationen, Onlineformate der hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Unterrichtsmaterialien zum Podcast finden Sie auf unserer Homepage unter www.hlz.hessen.de

Die Landeszentrale für politische Bildung freut sich über Feedback, Anregungen und Kritik zum Podcast. Schreiben Sie uns eine E-Mail an juedischesleben@hlz.hessen.de

Die im Podcast besprochenen Audiomitschnitte finden Sie hier:

Weitere Infos zu den im Podcast angesprochenen Filmen, in denen Gerhard Wiese einen Auftritt hatte finden Sie hier:

Link zum Film „Im Labyrinth des Schweigens“ unter: https://www.fritz-bauer-institut.de/mitteilung/kinotipp-br-im-labyrinth-des-schweigens

Link zu Isabel Gathofs preisgekröntem Dokumentarfilm „Fritz Bauers Erben. Gerechtigkeit verjährt nicht.“ unter: https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html

Literatur

Balzer, Friedrich/Renz, Werner (Hrsg.) (2004): Das Urteil im Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963-1965, Bonn.

Brink, Cornelia (2004): Das Auschwitz-Album vor Gericht, in: Fritz Bauer Institut (Hrsg.): Ausstellungskatalog Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63, Frankfurt am Main/Köln.

Horn, Sabine (2008): Am 20. Dezember 1963 blickt die Welt nach Frankfurt, in: Geschichte Lernen 124/2008, S. 55.

Kingreen, Monica (2004): Der Auschwitz-Prozess 1963-1965, Geschichte, Bedeutung und Wirkung, Pädagogische Materialien des Fritz Bauer Instituts Band 8, Frankfurt am Main.

Knellissen, Daggi/Kößler, Gottfried (2013): Dimensionen von Zeugnissen und Zeugenschaft. Überlebende des Holocaust als Zeugen vor Gericht, in: Geschichte Lernen 152/ 2013, S. 40-50.

Knigge-Tesche, Renate (2013): „…weit mehr als ein Gerichtsverfahren…“ der Auschwitz-Prozess 1963 bis 1965 in Frankfurt am Main, Blickpunkt Hessen, 16/2013, Wiesbaden.

Rauschenberger, Katharina (Hrsg.) (2013): Rückkehr in Feindesland? Fritz Bauer in der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte. Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Frankfurt am Main/New York.

Steinbacher, Sybille/Rauschenberger, Katharina (Hrsg.) (2020): Der Auschwitz-Prozess auf Tonband. Akteure Zwischentöne, Überlieferung, Kleine Reihe zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Bd. 1, Göttingen.

Steinbacher, Sybille/Rauschenberger, Katharina (Hrsg.) (2017): Der Holocaust. Neue Studien zu Tathergängen, Reaktionen und Aufarbeitung, Frankfurt am Main/New York.

Wojak, Irmtrud (2003): Fritz Bauer und die Aufarbeitung der NS-Verbrechen nach 1945, Blickpunkt Hessen, 2/2003, Wiesbaden.

Disclaimer

Der Inhalt des Podcasts gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Bediensteten.

(0:00:01) - Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen

(0:00:19) - Der Frankfurter Auschwitz-Prozess: Ein Meilenstein der deutschen Justizgeschichte

(0:03:12) - 360 Zeugen, 9 Monate Verhandlung: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess in Zahlen und umfangreiche Ermittlungen in Polen

(0:04:06) - Gäste im Studio: Dr. Rauschenberger und Gerhard Wiese

(0:05:01) - Das „System Auschwitz“

(0:06:10) - Erster Tag des Prozesses: Ein Zeitzeuge des Frankfurter Auschwitz-Prozesses berichtet

(0:08:06) - Vorbereitung durch Sachverständige

(0:09:26) - Vernehmung der Angeklagten

(0:10:32) - Belastende Reise der Zeugen

(0:11:36) - Fritz Bauer und der Auschwitz-Prozess

(0:14:12) - Zwei Begegnungen mit Fritz Bauer

(0:15:33) - Dr. Fischer – SS-Arzt im Nebenlager Monowitz

(0:19:05) - Mitarbeiter der IG Farben als Zeugen

(0:20:10) - Ende des Prozesses

(0:22:01) - Die geretteten Tonbandmitschnitte: Das auditive Erbe des Frankfurter Auschwitz-Prozesses

(0:25:02) - Gründung des Fritz Bauer Instituts und Erhalt der Bestände

(0:28:08) - Zeuginnen und Zeugen aus verschiedenen Sprachräumen

(0:31:45) - Zeugenaussage von Simon Gotland

(0:39:16) - Die Rolle der Verteidiger

(0:40:14) - Sprachen und Verständnisschwierigkeiten vor Gericht

(0:41:56) - Die erinnerungspolitische Wende?! Bedeutung des Auschwitz-Prozesses für die Konfrontation der Tätergesellschaft

(0:44:25) - Bedeutung des Frankfurter Auschwitz-Prozesses für unsere Demokratie heute

(0:45:17) - Gerhard Wiese als Zeitzeuge: Persönliche Erfahrungen und Vorträge in Schulen

(0:46:12) - Wie Gerhard Wiese Zeitzeuge wurde

(0:47:12) - Schlusswort und Dank an die Gäste

(0:47:46) - Informationen zur Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ)

Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander. 

Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.

Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.

Zusammen mit den Co-Produzentinnen des Spielfilms „Im Labyrinth des Schweigens“, Sabine Lamby & Cornelia Partmann – naked eye film (München/Berlin) realisierte sie den Kinodokumentarfilm „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, der sich mit den letzten NS-Prozessen in Deutschland beschäftigt und Erklärungsansätze auf die Frage, warum die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen in der Bundesrepublik so lange gedauert hat, liefert. Ein besonderes Augenmerk kommt dabei den Stutthof-Prozessen in Münster (2018/19) sowie Hamburg (2019-2020) und der Rolle der Holocaust-Überlebenden Judy Meisel & Roza Bloch, die vor Gericht als Nebenklägerinnen ihre persönliche Geschichte teilen. Im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim entstand vor kurzem die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben von 1945 bis heute“, die ein sehr lebendiges und farbenfrohes Bild der Wiederauferstehung der jüdischen Gemeinde Mannheim nach der Shoah zeichnet.

Links zum Film und Projekt „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ und zur Arbeit von Isabel Gathof:

https://www.realfictionfilme.de/fritz-bauers-erbe-gerechtigkeit-verjaehrt-nicht.html
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/fritz_bauers_erbe_gerechtigkeit_verjaehrt_nicht
https://www.hessenschau.de/kultur/dokumentarfilm-fragt-nach-dem-erbe-fritz-bauers,audio-77610.html
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/fritz-bauers-erbe-stutthof-prozesse-gegen-kz-aufseher-18023411.html
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/fritz-bauers-erbe/
https://wissenschaft.hessen.de/preistraegerinnen-und-preistraeger-des-hessischen-film-und-kinopreises-2018
www.MDOmachtSchule.de
https://www.instagram.com/mdomachtschule/
www.facebook.com/OppenheimmachtSchule
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim_macht_schule
www.MoritzDanielOppenheim.com
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/moritz_daniel_oppenheim
https://www.hentrichhentrich.de/buch-moritz-daniel-oppenheim.html
https://www.film-hessen.de/fh_tour/tkumannheim-juedisches-leben-von-1945-bis-heute/
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/tkumannheim_juedisches_leben_von_1945_bis_heute
https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/lich-ort848773/neue-perspektiven-auf-das-lebendige-judentum-92686001.html

Katharina Rauschenberger ist seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut, unter anderem verantwortlich für das Veranstaltungsprogramm des Instituts. 2001 promovierte sie an der TU Berlin mit der Arbeit „Jüdische Tradition im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Zur Geschichte des jüdischen Museumswesens in Deutschland“. Sie publizierte zum Leben und Wirken Fritz Bauers und zu dem jüdischen Rechtsanwalt Henry Ormond. Ihr aktuelles Forschungsprojekt über den Ostberliner jüdischen Rechtsanwalt Friedrich Karl Kaul knüpft daran an. Er trat als Anwalt von Nebenklägern in vielen westdeutschen NS-Prozessen auf.

Links zur Arbeit von Frau Dr. Rauschenberger und dem Auschwitz-Prozess

https://www.auschwitz-prozess.de
https://fritz-bauer-der-staatsanwalt.de/
https://www.fritz-bauer-institut.de/bildungsangebote
https://www.fritz-bauer-institut.de/publikation/der-auschwitz-prozess-auf-tonband
https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/detail/index/sArticle/58343
https://www.fritz-bauer-institut.de/bremen-zwei-rauschenberger

Gerhard Wiese, geb. am 26.08.1928 in Berlin, ist der einzige noch lebende der drei Staatsanwälte, die im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess die Anklage vertraten.

Im Januar 1944 wurde Wiese mit 15 Jahren in Berlin als Luftwaffenhelfer eingezogen, geriet er am 02. Mai 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft und wurde im August 1945 entlassen. Gerhard Wiese legte im Dezember 1949 sein Abitur ab. Nach seinem Jurastudium und zweitem Staatsexamen im Dezember 1959 begann Wiese zunächst seine Laufbahn bei der Staatsanwaltschaft in Fulda. Ab Februar 1961 war er bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt tätig. Im Sommer 1962 wurde Gerhard Wiese als junger Staatsanwalt vom Generalstaatsanwalt Fritz Bauer beauftragt, die Frankfurter Auschwitzprozesse mit vorzubereiten. Gemeinsam mit den beiden Staatsanwälten Joachim Kügler und Georg Friedrich Vogel vertrat Wiese die Anklage. Die Anklageschrift gegen Wilhelm Boger und Oswald Kaduk wurde von ihm verfasst.

Ab 1970 als Abteilungsleiter, dann ab 1971 als Oberstaatsanwalt wirkte Wiese in Frankfurt am Main und wurde 1989 zum stellvertretenden Leiter der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main befördert. Im Jahr 1993 trat Gerhard Wiese dort in den Ruhestand.

Seither hält Wiese auf Einladung von Schulen und Universitäten Vorträge zu den Auschwitz-Prozessen. Seine Erinnerungen an die Prozesse sind in das Drehbuch für den Spielfilm „Im Labyrinth des Schweigens“ (2014) eingeflossen.

Gerhard Wieses berufliches Wirken im Justizdienst als auch sein ehrenamtliches Engagement in der Erinnerungskultur wurden mit vielen renommierten Auszeichnungen gewürdigt. So erhielt er 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2018 zusammen mit dem Fritz Bauer Institut den Georg-August-Zinn-Preis der SPD Hessen sowie 2023 den Hessischen Verdienstorden.

Gerhard Wieses Vorlass wird im Archiv des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt am Main aufbewahrt.

Unterrichtsmaterial (PDF) zur Podcast-Reihe „Jüdisches Leben, Geschichte und Kultur in Hessen“

Folge 2: „60 Jahre Frankfurter Auschwitz-Prozess“

„Bewältigung unserer Vergangenheit heißt Gerichtstag halten über uns selbst, Gerichtstag über die gefährlichen Faktoren unserer Geschichte, nicht zuletzt alles, was hier inhuman war, woraus sich zugleich ein Bekenntnis zu wahrhaft menschlichen Werten in Vergangenheit und Gegenwart ergibt."Diese Worte von Fritz Bauer waren das Leitbild des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses (20. Dezember 1963 bis zum 20. August 1965), der international mediale Aufmerksamkeit und Resonanz erfuhr. Er war der größte öffentliche NS-Schwurgerichtsprozess der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte und markierte einen Wendepunkt in der Aufarbeitung der NS-Geschichte und des Holocaust in Deutschland. Maßgeblich wurde der Prozess vom hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer angestoßen und geprägt. Zum ersten Mal wurde der barbarische Zivilisationsbruch des Holocaust am Beispiel des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz in seiner Dimension durch die sogenannten Opferzeugen in der deutschen Öffentlichkeit sichtbar und hörbar. Was zeichnete den Frankfurter Auschwitz-Prozess aus? Welche Rolle spielte dabei der Generalbundesanwalt Fritz Bauer und seine Lebensgeschichte? Welche Bedeutung haben die Opferzeugen und der Auschwitz-Prozess in Frankfurt für die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit? Und welche Relevanz hat er für unsere heutige Demokratie und Erinnerungskultur in der Bundesrepublik? Diese und weitere Fragen bespricht Gastgeberin Isabel Gathof, Moderatorin, Filmemacherin und Medienproduzentin aus Hanau, mit ihren Gästen Dr. Katharina Rauschenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fritz Bauer Institutes in Frankfurt am Main und Gerhard Wiese, Zeitzeuge und beteiligter Staatsanwalt im Auschwitz-Prozess.

Bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung sind folgende Publikationen zum Thema erhältlich: