Hebammen im Nationalsozialismus: Ein Frauenberuf im Spannungsfeld von Professionalisierung und Politisierung, von Profitieren und Indienstnahme

Vortrag von Dr. Wiebke Lisner

Moderation: Dr. Götz Hartmann

Hebammen erfuhren im Nationalsozialismus eine als Professionalisierungsschritt zu bezeichnende Aufwertung. Zugleich wurden Jüdische und „politisch unliebsame“ Hebammen ausgeschlossen. „Arische“ und politisch konforme Hebammen profitierten von den Neuregelungen des Berufes, allerdings nur um den Preis ihrer Einbindung in die NS-Rassen- und Bevölkerungspolitik. Im Nationalsozialismus erfolgte eine Fokusverschiebung: Hebammen sollten Mütter und Kinder mit einem selektiven Blick betrachten und nach ihrem „Wert“ und ihrer „Leistungsfähigkeit“ für den „Volkskörper“ beurteilen. Wie gingen Hebammen mit dem Doppelmandat, das sie den Müttern einerseits und dem Staat andererseits verpflichtete um?

Die Vortragsreihe findet begleitend zur Ausstellung “Hebammen in Hessen – Gestern und Heute” statt, die kostenlos bei der HLZ, Referat I/4 ausgeliehen werden kann.

Dr. Wiebke Lisner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die Veranstaltung wird online durchgeführt. Allen angemeldeten Teilnehmenden schicken wir vor Beginn die Zugangsdaten per E-Mail zu.

Anmeldeschluss
Montag, 22.11.2021

Informationen
Einladung zur Veranstaltungsreihe

Datum und Uhrzeit
24. November 2021
17:00 – 18:30

Durchführung
Diese Veranstaltung wird von Referat I/4 der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ∣ Landesverband Hessen und der Kommunalen Frauenbeauftragten der Landeshauptstadt Wiesbaden als Kooperationsveranstaltung durchgeführt.

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