Frankfurt und die Juden. Neuanfänge und Fremdheitserfahrungen 1945-1990

Teil der Veranstaltungsreihe: “Das Problem Auschwitz beginnt nicht erst an den Toren von Auschwitz und Birkenau”

Dr. Tobias Freimüller
War die Geschichte jüdischen Lebens in der Bundesrepublik vor allem ein langfristig erfolgreicher Prozess von Aussöhnung und Neubeginn nach dem Holocaust? Oder verharrten die wenigen jüdischen Überlebenden, die sich im »Land der Täter« ansiedelten, lediglich auf »gepackten Koffern« und traten öffentlich kaum in Erscheinung? Am Beispiel der Stadt Frankfurt am Main und der Juden, die dort nach 1945 lebten, zeigt sich die Widersprüchlichkeit und Komplexität der jüdischen Nachkriegsgeschichte Westdeutschlands wie unter einem Brennglas. In Frankfurt entstand unter dem Schutz der amerikanischen Besatzungsmacht rasch ein Netz jüdischer Institutionen und später eine intellektuelle Szene, deren Leuchtturm das aus dem Exil zurückgekehrte Institut für Sozialforschung war. Gleichwohl blieb das Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden in Frankfurt besonders konfliktreich. Tobias Freimüller zeichnet die Neuanfänge und Brüche jüdischen Lebens als Geschichte von Migrations- und Fremdheitserfahrungen, aus denen sich in den 1980er Jahren schließlich ein neues jüdisches Selbstbewusstsein entwickelte. (Verlagsankündigung)

Informationsmaterial
Programmflyer zur Veranstaltungsreihe

Regeln wegen der Corona-Pandemie
Aufgrund der Corona-Pandemie gelten folgende Regeln entsprechend dem Hygienekonzept des Hessischen Landesarchivs:
– Es können bis zur 30 Personen vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen.
– Eine vorherige schriftliche Anmeldung ist erforderlich (Kontakt: wiesbaden@hla.hessen.de; Tel: 0611 881-122). Bitte geben Sie bei der Anmeldung Name, Anschrift und Telefonnummer an und teilen Sie uns mit, wie viele Personen aus demselben Haushalt teilnehmen möchten, damit wir Ihnen gemeinsame Sitzplätze zuweisen können.
– Es besteht Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedecken vor und nach der Veranstaltung, aber nicht auf dem Sitzplatz während der Veranstaltung.
– Zur Wahrung der Hygienevorschriften kann nach der Veranstaltung leider kein Stehempfang stattfinden.
Die Veranstalter behalten sich kurzfristige Änderungen oder Absagen vor.

Livestream
Um einem breiteren Publikum die virtuelle Teilnahme an den Veranstaltungen zu ermöglichen, bieten wir ab dem 24. September über den Youtube-Kanal des Hessischen Landesarchivs einen Livestream an. Den Link hierfür finden Sie rechtzeitig im Voraus auf folgender Website: https://landesarchiv.hessen.de/veranstaltungskalender

Datum und Uhrzeit
13. Januar 2021
19:00

Veranstaltungsort
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Durchführung
Diese Veranstaltung wird von dem Hessischen Landesarchiv, Abt. Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt.

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