Angst und Schrecken für den Endsieg. Kriegsgerichtsbarkeit in Hessen im Zweiten Weltkrieg am Beispiel des Marburger Feldkriegsgerichts

Teil der Veranstaltungsreihe: “Das Problem Auschwitz beginnt nicht erst an den Toren von Auschwitz und Birkenau”

Dr. Albrecht Kirschner
Dass im Zweiten Weltkrieg Kriegsgerichte nicht nur an der Front, sondern ebenfalls in der Heimat, auch in Hessen, flächendeckend tätig waren, war den Zeitgenossen nur allzu bekannt. Mit geschätzten 30.000 Todesurteilen und 20.000 Hinrichtungen übertrafen die Kriegsgerichte sogar die gesamte politische Justiz rein quantitativ deutlich – der Volksgerichtshof, die politischen Senate an einigen OLGs und die Sondergerichte verhängten zwischen 1933 und 1945 rund 17.500 Todesurteile. Kein Wunder ist es da, dass die Kriegsgerichte nicht nur im Alltag der Soldaten Angst und Schrecken verbreiteten.
Nach einem allgemeinen Überblick zur Wehrmachtjustiz und Hinweisen auf die Zahl der Kriegsgerichte, die im heutigen Hessen aktiv waren, stellt Albrecht Kirschner die Tätigkeit, die Funktionsweise sowie die Auswirkungen auf den Alltag von Beteiligten und Unbeteiligten anhand des Marburger Feldkriegsgerichts vor. Abschließend geht er in einem Ausblick noch kurz auf die Nachwirkungen der Gerichtstätigkeit bis weit in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein.

Informationsmaterial
Programmflyer zur Veranstaltungsreihe

Regeln wegen der Corona-Pandemie
Aufgrund der Corona-Pandemie gelten folgende Regeln entsprechend dem Hygienekonzept des Hessischen Landesarchivs:
– Es können bis zur 30 Personen vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen.
– Eine vorherige schriftliche Anmeldung ist erforderlich (Kontakt: wiesbaden@hla.hessen.de; Tel: 0611 881-122). Bitte geben Sie bei der Anmeldung Name, Anschrift und Telefonnummer an und teilen Sie uns mit, wie viele Personen aus demselben Haushalt teilnehmen möchten, damit wir Ihnen gemeinsame Sitzplätze zuweisen können.
– Es besteht Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedecken vor und nach der Veranstaltung, aber nicht auf dem Sitzplatz während der Veranstaltung.
– Zur Wahrung der Hygienevorschriften kann nach der Veranstaltung leider kein Stehempfang stattfinden.
Die Veranstalter behalten sich kurzfristige Änderungen oder Absagen vor.

Livestream
Um einem breiteren Publikum die virtuelle Teilnahme an den Veranstaltungen zu ermöglichen, bieten wir ab dem 24. September über den Youtube-Kanal des Hessischen Landesarchivs einen Livestream an. Den Link hierfür finden Sie rechtzeitig im Voraus auf folgender Website: https://landesarchiv.hessen.de/veranstaltungskalender

Datum und Uhrzeit
10. Dezember 2020
19:00

Veranstaltungsort
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Durchführung
Diese Veranstaltung wird von dem Hessischen Landesarchiv, Abt. Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt.

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