Mehr als die Hälfte der Einwohner Hessens lebt auf dem Land. Der ländliche Raum macht rund 80% der Landesfläche Hessens aus – und dennoch scheint das Land abgehängt zu werden in der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. So vielfältig sich dieser ländliche Raum auch gestaltet, die Menschen, die in den ca. 2000 Dörfern und 370 kleineren Städten und Gemeinden leben, treiben die gleichen Probleme um: Daseinsvorsorge, Ärztemangel, Breitbandausbau, öffentlicher Personennahverkehr, Arbeitsplätze u.v.m. Gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land zu schaffen, ist das Ziel nicht nur der hessischen Landesregierung. Wie können wir diese erreichen, was können Regierungen, was können die Menschen vor Ort tun? In der Podcast-Reihe „Fokus.Land.Hessen“ der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Ev. Akademie Hofgeismar und der VHS Vogelsbergkreis soll einigen drängenden Fragen mit dem Moderator Michael Lobeck, Mitautor des Buches „Land in Sicht. Ländliche Räume in Deutschland zwischen Prosperität und Peripherisierung“, und Gesprächspartnern nachgegangen werden.

Die Folgen erscheinen in unregelmäßigen Abständen.

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#2 Ehrenamt und Europäischer Kulturweg

Ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger ginge in vielen Gemeinden nur noch wenig. Durch ihre Arbeit wird nicht nur das Kultur- und Sportleben auf dem Land bereichert, sondern sie entlasten und unterstützen die Gemeindegremien auch in finanzieller und personeller Hinsicht. Am Beispiel des kleinen, nur annähernd 800 Einwohner zählenden Dorfes Hutten, einem Stadtteil von Schlüchtern, soll gezeigt werden, was Ehrenamtliche leisten können und wie sie ihr Dorf lebenswert und interessant machen.

Moderator Michael Lobeck unterhält sich mit Nicole Winhold und Rainer Heinbuch aus Hutten sowie Dr. Gerrit Himmelsbach von der Universität Würzburg, der für das Projekt „Europäischer Kulturweg“ verantwortlich zeichnet.

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#1 Allheilmittel Digitalisierung? Co-Working Spaces

Coworking Spaces liegen im Trend. Zunehmend werden sie auch für ländliche Räume interessant, bieten sie doch Chancen und Potentiale nicht nur für Freiberufler und Selbstständige sondern auch für Angestellte im Homeoffice. Durch Corona ist dieser Trend befördert worden, so dass die Unterschiede zwischen dem Arbeiten in der Stadt und auf dem Land immer geringer werden.

Der Unternehmer Torsten Schneider aus Alsfeld, der vor vier Jahren das Alte Postamt mitten in der Stadt gekauft und zu einem Coworking Space ausgebaut hat, erzählt im Gespräch mit Michael Lobeck, Moderator und Berater in der Stadtentwicklung, von seinen Erfahrungen, den Möglichkeiten und Entwicklungspotentialen, die vielleicht in Zukunft von der Land- zur Stadtflucht führen könnten.