Religion

Das Bild zeigt eine Torah Rolle und eine dunkelblaue Kippe mit Davidstern

Torah Rolle mit Kippah
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An jedem Freitagabend beginnt der Schabbat, der wichtigste Feiertag der jüdischen Religion. Familien kommen zusammen, um gemeinsam an einem festlich gedeckten Tisch zu Abend zu essen. Kerzen werden angezündet, der Segen über den Wein und das besondere Weißbrot, die Challa, gesprochen.

Für viele jüdische Familien ist der Schabbat der schönste Tag in der Woche. Er beginnt wie alle jüdischen Feiertage schon am Vorabend mit dem Sonnenuntergang und endet am nächsten Tag ebenfalls mit dem Sonnenuntergang.

Jüdische Essensvorschriften

Das besondere Weißbrot, die Challa, ist Bestandteil der Speisegesetze, Kaschrut, der jüdischen Religion, die sich aus der Thora, den fünf Büchern Moses, ableiten. Sie bestimmen, was koscher ist, also was gegessen werden darf, und wie die Speisen zubereitet werden müssen.

Das Bild zeigt die Challa, das geflochtene Weißbrot, das zum Schabbat und an Feiertagen gegessen wird.

Challa
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In Israel sind die meisten Produkte koscher und es gibt viele Restaurants, die ein Koscher-Zertifikat haben. In Deutschland ist das viel schwieriger. In Frankfurt gibt es ein koscheres Restaurant und zwei koschere Lebensmittelgeschäfte. In Wiesbaden kann man einmal in der Woche koschere Lebensmittel kaufen. Auch in Supermärkten werden sie mittlerweile angeboten. Doch nicht alle Juden ernähren sich koscher und halten sich an die vielen Gebote und Verbote der Thora, nur für strenggläubige Juden steht die Einhaltung der Gebote im Mittelpunkt ihres Lebens.

Religiöse Grundlagen

Das Judentum zählt mit dem Christentum und dem Islam zu den drei monotheistischen Weltreligionen. Jesus Christus war Jude und das Christentum ist aus dem Judentum hervorgegangen. Auch der Islam bezieht sich an vielen Stellen auf die jüdische Religion. Die Thora beginnt mit der Schöpfungsgeschichte, berichtet von den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob, dem Auszug aus Ägypten, der Übergabe der Thora mit den zehn Geboten von Gott an Moses bis zur vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste und der Ansiedlung im Gelobten Land Kanaan, heute Israel/Palästina. Mittelpunkt des Gottesdienstes in der Synagoge, dem jüdischen Gebetshaus, ist somit auch die Lesung aus der handgeschriebenen Thora-Rolle in hebräischer Sprache.

Jüdisch ist im religiösen Verständnis, wer von einer jüdischen Mutter abstammt oder zum jüdischen Glauben konvertiert ist. Die Beschneidung der männlichen Kinder am achten Tag nach der Geburt gilt als Zeichen für den Bund mit Gott und die Zugehörigkeit zum Judentum. Sie ist ein äußerst wichtiges Element des jüdischen Glaubens.

Fragen

  • Der jüdische Kalender hat viele Feiertage, die sich auf ein biblisches oder auf ein historisches Ereignis beziehen. Suchen Sie einen Feiertag aus und beschreiben Sie, welche Rituale dazugehören.
  • Das Judentum kennt verschiedene religiöse Strömungen. Setzen Sie sich zum Beispiel mit dem orthodoxen oder dem liberalen Judentum auseinander und stellen Sie die Unterschiede heraus.
  • Aschkenasische und sephardische Juden unterscheiden sich durch ihre Kulturgeschichte. Worin liegen die wesentlichen Unterschiede?
  • Die Speisegesetze sind wichtiger Bestandteil der Religion und schreiben vor, welche Lebensmittel nicht erlaubt und welche erlaubt, also koscher sind. Stellen Sie die Speisegesetze vor und erklären Sie, warum die Speisen koscher sein müssen.
  • Nehmen Sie Kontakt zu einem Rabbiner auf und berichten Sie über seine Arbeit.
  • Die jüdische Religion ist reich an Ritualen. Stellen Sie eines der Rituale vor, zum Beispiel den Bar Mitzwa, und untersuchen Sie seine Bedeutung.
  • Der jüdische Kalender hat viele Feiertage, die sich auf ein biblisches oder auf ein historisches Ereignis beziehen. Suchen Sie einen Feiertag aus und beschreiben Sie, welche Rituale dazugehören.
  • Das Judentum kennt verschiedene religiöse Strömungen. Setzen Sie sich zum Beispiel mit dem orthodoxen oder dem liberalen Judentum auseinander und stellen Sie die Unterschiede heraus.
  • Aschkenasische und sephardische Juden unterscheiden sich durch ihre Kulturgeschichte. Worin liegen die wesentlichen Unterschiede?
  • Die Speisegesetze sind wichtiger Bestandteil der Religion und schreiben vor, welche Lebensmittel nicht erlaubt und welche erlaubt, also koscher sind. Stellen Sie die Speisegesetze vor und erklären Sie, warum die Speisen koscher sein müssen.
  • Nehmen Sie Kontakt zu einem Rabbiner auf und berichten Sie über seine Arbeit.
  • Die jüdische Religion ist reich an Ritualen. Stellen Sie eines der Rituale vor, zum Beispiel den Bar Mitzwa, und untersuchen Sie seine Bedeutung.