Ehemalige Synagoge Assenheim


Die im alten Ortskern von Assenheim zwischen dem im Jahr 1310 erbauten historischen Rathaus und der Kirche gelegene Synagoge wurde im Jahr 1862 eingeweiht. Bis 1936 fanden hier Gottesdienste statt. Zu diesem Zeitpunkt lebten noch zwölf jüdische Familien in Assenheim. Ihre Zahl verringerte sich bis 1938 auf die Hälfte. Beim Novemberpogrom jenes Jahres wurde die Synagoge geschändet und verwüstet, das beschädigte Gebäude fiel danach an die
Gemeinde.

Von 1945 bis 1953 nutzte es der in sein Elternhaus zurückgekehrte jüdische Überlebende Max Liebmann. Im Jahr 1953 von der Stadt gekauft, war das Synagogengebäude bis 1980 Feuerwehrhaus. Entsprechend dem Sanierungsbeschluss 1988 wurde die ehemalige Synagoge restauriert und im November 1990 als Ort kultureller Veranstaltungen der Öffentlichkeit übergeben.

Derzeit wird das Gebäude hauptsächlich in den Sommermonaten durch die Geschwister-Scholl-Schule, die sich in der Aufarbeitung der NS-Zeit engagiert, für Lesungen, Ausstellungen und andere Vorhaben genutzt. Der Einbau einer Heizung sowie sanitärer Einrichtungen wird für die Jahre 2000/2001 angestrebt. Erst danach wird eine weitergehende Verwendung als Gedenk- und Begegnungsstätte möglich sein.

Standort

Ehemalige Synagoge Assenheim
Brunnengasse 4
61194 Niddatal-Assenheim

Öffnungszeiten und Eintritt

Nach Absprache. Der Eintritt ist frei.

Träger

Der Magistrat der Stadt Niddatal
Hauptstraße 2
61194 Niddatal
Telefon: +49 (0) 6034 91 24-21
Fax: +49 (0) 6034 15 93

Ansprechpartner

Dr. Bernhard Hertel (Erster Stadtrat)