Digitale Zeitzeugenlesungen und -gespräche

NS-Zeitzeugenschaft online. Vom Klassenzimmer ins Kibbuz
Online-Zeitzeugengespräch und Workshops mit dem Holocaustüberlebenden Zvi Cohen

Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) vermittelt Gespräche hessischer Gruppen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und trägt deren Honorare. Neben den hergebrachten Präsenzveranstaltungen beginnt 2021 ein digitales Modellprojekt, um auch in Zeiten der Pandemie und darüber hinaus schulischen Gruppen ein Zeitzeugengespräch zu ermöglichen. Die Online-Workshops mit dem Holocaustüberlebenden Zvi Cohen, dem „Jungen mit der Mundharmonika“, sind bei der HLZ buchbar und beginnen im März 2021.
Berlin – Theresienstadt – Israel: Das sind Orte, die das Leben von Zvi Cohen geprägt haben. 1931 in Berlin als Horst Cohn geboren, erlebt er als Jude die nationalsozialistische Verfolgung. Als 12-Jähriger wird er mit seinen Eltern nach Theresienstadt deportiert. Eindrücklich erzählt er, warum seine Mundharmonika ihm das Leben rettet und wie er im Februar 1945 der Verfolgung entkommt.

Zvi Cohen, mittlerweile wohnhaft im Kibbuz Ma’abarot bei Netanja/Israel, berichtet im Workshop (sowie in seiner Autobiografie, die hier bei der HLZ bestellt werden kann) von seiner Kindheit in Berlin, der Verfolgung durch die Nationalsozialisten, vom Leben nach dem Überleben, von den Anfängen im Kibbuz, der israelischen Staatsgründung und von der Notwendigkeit der Erinnerung.

Informationsmaterial
Durchführung der digitalen Zeitzeugengespräche

Durchführung
Die Seminarreihe „NS-Zeitzeugenschaft online. Vom Klassenzimmer ins Kibbuz“ ist eine Kooperation der HLZ mit Zvi Cohen, seinem Biografen Jörg Huber und seiner Biografin Elisa Makowski. Die Veranstaltungen finden online über einen der gängigen Videokonferenzdienste (nach Absprache) statt. Die Termine werden ebenfalls nach Absprache festgelegt.
Kernzielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 13, aber auch außerschulische Gruppen können ein Seminar buchen. Die maximale Gruppengröße beträgt 100 Teilnehmende (bzw. vier Klassen/Kurse). Bitte stimmen Sie sich innerhalb Ihrer Einrichtung mit anderen Klassen/Kursen ab. Kleinere Gruppen werden ggf. mit anderen Gruppen auf einen Termin zusammengelegt.
Das Informationsmaterial (siehe Link weiter oben) ist vor Anmeldung zur Kenntnis zu nehmen. Anmeldungen (bitte drei Terminvorschläge und Gruppengröße angeben) und weitere Informationen per E-Mail unter Laura.Bruehl@hlz.hessen.de.

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Zvi Cohen im Kibbuz Ma’abarot, 1948
© Privatbesitz Zvi Cohen


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Zvi Cohen im Kibbuz Ma’abarot, April 2014
© Privatbesitz Elisa Makowski  

Zvi Cohen mit Jörg Huber und Elisa Makowski: Der Junge mit der Mundharmonika. Aus dem Ghetto Theresienstadt mit dem Zug in die Freiheit. Berlin: Metropol Verlag, 2019. 156 Seiten.

Berlin – Theresienstadt – Israel: Orte, die das Leben von Zvi Cohen prägen. 1931 in Berlin als Horst Cohn geboren, erlebt er als Jude die nationalsozialistische Verfolgung. Als 12-Jähriger wird er mit seinen Eltern nach Theresienstadt deportiert. Eindrücklich erzählt er, warum seine Mundharmonika ihm das Leben rettet und wie er im Februar 1945 mit dem Zug in die Schweiz der Hölle entkommt.
Die Publikation ist bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) unter www.hlz.hessen.de bestellbar. Hier ist auch das gesamte Seminar- und Publikationsangebot der HLZ abrufbar. Bestellnummer: 0677-NS. Bereitstellungspauschale: 2 EUR.

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